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Niedersachsen Verkehr soll auf der A 2 achtspurig rollen
Nachrichten Niedersachsen Verkehr soll auf der A 2 achtspurig rollen
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11:19 11.01.2012
Die A2 ist als Staustrecke bekannt. Deshalb plant Ministerpräsident McAllister den Standstreifen für den Verkehr freizugeben.
Die A2 ist als Staustrecke bekannt. Deshalb plant Ministerpräsident McAllister den Standstreifen für den Verkehr freizugeben. Quelle: Elsner
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Hannover

 Seit Jahren ist die A 2 eine Geduldsprobe für Pendler. Vor allem während des Berufsverkehrs kommt es auf der stark befahrenen Ost-West-Verbindung regelmäßig zu Staus und Unfällen. Jetzt will Ministerpräsident David McAllister den Standstreifen freigeben, der Verkehr würde sich auf acht Fahrstreifen verteilen.

Der Ausbau betrifft die Strecke zwischen dem Autobahnkreuz Hannover Ost und der Anschlussstelle Lehrte. „Wer von der A 7 auf die A 2 wechselt und in Lehrte abfährt, soll sich nicht in den Verkehr einordnen müssen“, sagt Anne Neumann, Sprecherin des Niedersächsischen Verkehrsministeriums. Eine ähnliche Situation gibt es bereits auf der A 2: Ab Herrenhausen fließt der Verkehr für eine kurze Strecke vierspurig in Richtung A 352. Bevor es in Lehrte so weit ist, muss allerdings der Ausbau des Autobahnkreuzes abgeschlossen sein und der Bund den Plänen zustimmen. Voraussichtlich soll die A 2 ab Ende 2013 achtspurig genutzt werden können.

Eine Verkehrszählung des Ministeriums ergab, dass täglich gut 6000 Autofahrer von der zusätzlichen Fahrspur profitieren würden – im Schnitt sind auf der Strecke pro Tag 89 700 Autos unterwegs. Reinhard Manlik, Landesvorsitzender des ADAC Niedersachsen, hält den Ausbau allerdings für eine „Notlösung“. Er fordert ausreichend Nothalte auf der Strecke, den Verzicht auf die vierte Fahrbahn in der Nacht und eine Mindestbreite für den befahrenen Standstreifen. Ansonsten würde die A 2 ihre neu gewonnene Leistungsfähigkeit gleich wieder blockieren.

„Wenn ein defekter Lkw kilometerweit bis zur nächsten Haltebucht fahren muss, ist ein Stau vorprogrammiert“, meint Manlik. Außerdem seien die Standstreifen mit einer Breite von bis zu drei Metern deutlich zu schmal. „Wer da fährt, darf nicht einen Augenblick unachtsam sein“, so der Landesvorsitzende. (Maren Weitz, Dirk Racke)