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Niedersachsen Unwetter zieht über Deutschland – DWD hält schwere Gewitter in Niedersachsen für möglich
Nachrichten Niedersachsen

Unwetter in Niedersachsen: DWD warnt vor Gewitter und Starkregen am 13.07.2021

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21:43 13.07.2021
Auf den nahezu wolkenlosen blauen Himmel über Niedersachsen folgt in den kommenden Tagen eine Abkühlung mit Schauern, Gewittern und örtlich auch Unwettern.
Auf den nahezu wolkenlosen blauen Himmel über Niedersachsen folgt in den kommenden Tagen eine Abkühlung mit Schauern, Gewittern und örtlich auch Unwettern. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa (Archivbild)
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Hannover

Aktuell zieht ein Tiefdruckgebiet mit Schauer und Gewitter von Südwesten herauf, das schwere Unwetter und heftige Regenschauer mit sich bringt.

Vorab warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) deshalb für Teile Niedersachsens vor schweren Gewittern der Stufe 3 von 4. Diese könnten in der Nacht zu Mittwoch unter anderem über die Landkreise Göttingen, Northeim, Gifhorn, Peine und Hildesheim sowie Wolfsburg hinwegziehen. Ab dem frühen Mittwochmorgen geben die Experten Entwarnung. Für die Region Hannover sind derzeit keine Unwetter angekündigt.

Vereinzelt Starkregen möglich

Dabei handelt es sich laut DWD um eine Prognose, die Gewitter ergeben sich teil sehr lokal. Wenn sicher ist, dass eine Region tatsächlich vom Unwetter betroffen sein wird, geben die Experten des DWD eine amtliche Warnung aus.

Wie entstehen Gewitter und Blitze?

Wenn unterschiedlich warme Luftmassen aufeinandertreffen oder es in der Atmosphäre zwischen oben und unten besonders große Temperaturunterschiede gibt, gewittert es. Je heißer es am Boden ist, desto heftiger ist das Gewitter in der Regel. Die feuchtwarme Luft steigt nach oben, kondensiert und bildet eine Gewitterwolke. In der Wolke baut sich ein immer größer werdendes elektrisches Spannungsfeld auf, das sich durch eine Art Kurzschluss - einen Blitz - wieder entlädt. Häufig entstehen Gewitter innerhalb weniger Minuten und sind örtlich begrenzt.

Wie häufig gewittert es?

Rund 2000 Gewitter pro Stunde gibt es laut DWD auf dem gesamten Planeten, die meisten davon in den Tropen. Bei jedem Gewitter blitzt es etwa 100 Mal pro Sekunde. Die meisten Blitze entladen sich zwischen den Wolken und schlagen nicht in Richtung Erde. In Deutschland blitzt es mehr als zwei Millionen Mal pro Jahr.

Wie häufig werden Menschen von einem Blitz getroffen?

Nach Angaben des DWD ist die Wahrscheinlichkeit, in Deutschland von einem Blitz getroffen zu werden, sehr gering. Jährlich werden demnach im Durchschnitt rund 130 Menschen verletzt, drei bis vier kommen durch Blitzeinschläge ums Leben. Nicht alle davon werden direkt getroffen. Aber auch wenn der Blitz in die Erde einschlägt, kann es gefährlich werden. Der Strom breitet sich dann bis zu 30 Meter um die Einschlagsstelle herum im Boden aus.

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Was genau passiert bei einem Blitzeinschlag im Körper?

Wird man direkt getroffen, steigt die Spannung im Körper auf mehrere 100.000 Volt an. Mögliche Folgen: Herz- oder Atemstillstand. Laut DWD überleben aber rund zwei von drei Menschen, die von einem Blitz getroffen wurden. Sie haben dann jedoch jahrelang mit Spätfolgen zu kämpfen. Es kann zu Muskel- und Nervenlähmungen kommen, zu Bewusstseinsstörungen, Bluthochdruck und Persönlichkeitsveränderungen.

Von RND/mrx/kha/ewo