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Niedersachsen Uni-Präsident rügt Konkurrenzkampf
Nachrichten Niedersachsen Uni-Präsident rügt Konkurrenzkampf
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11:00 07.05.2009
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Auf den Forschern laste bei der Einwerbung von Drittmitteln „ein erheblicher Druck“, sagte Figura der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstagausgabe).

Am Wochenende war bekanntgeworden, dass 16 Göttinger Forscher mit gefälschten Listen über Veröffentlichungen bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) eine Nachfolgefinanzierung für ein Forschungsprojekt zu Regenwäldern in Indonesien beantragt hatten. Das Projekt wird seit 2000 von der DFG mit Millionenbeträgen finanziert. Doch für angeblich bereits bei Fachjournalen eingereichte Veröffentlichungen lagen noch gar keine Manuskripte vor.

„Ich glaube, dass wir zu einer anderen Kultur der Begutachtung kommen müssen“, sagte Figura. Derzeit spiele bei den Publikationen die Quantität eine zu große Rolle, weil das einfacher zu messen sei als die Qualität. „Es sollte aber nicht die Zahl der Publikationen im Vordergrund stehen, sondern die inhaltliche Qualität“, betonte der Hochschulpräsident.

Die Reputation seiner Universität sieht Figura nach dem Skandal erheblich beschädigt. „Es ist doch ganz klar, dass wir einen enormen Rufschaden erlitten haben“, sagte er dem Blatt. Göttingen werde mit einem „auffälligen Fall von wissenschaftlichem Fehlverhalten“ in Verbindung gebracht.

ddp