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Niedersachsen Umweltministerium hält an Rückholung aus der Asse fest
Nachrichten Niedersachsen Umweltministerium hält an Rückholung aus der Asse fest
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16:26 23.12.2011
Das niedersächsische Umweltministerium grundsätzlich an dem Plan fest, den Atommüll aus dem maroden Lager Asse zu bergen. Quelle: dpa
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Hannover

Allerdings geht nach ihren Worten aus dem jüngsten Papier des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) hervor, dass bis Ende kommenden Jahres Dinge eintreten könnten, die eine Rückholung des Mülls unmöglich erscheinen lassen.

Nach BfS-Angaben geht es dabei um die bergtechnische Sicherheit der Grube. Bergbauexperten hatten diese angesichts der langen Genehmigungsverfahren untersucht. Je länger die Verfahren dauerten, desto unwahrscheinlicher werde es, dass die Rückholung machbar sei, hatte das BfS erklärt.

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Vor diesem Hintergrund bat das niedersächsische Ministerium das Bundesumweltministerium um Aufklärung, wie es nun weitergehe, sagte die Ministeriumssprecherin in Hannover.

Bürgerinitiativen pochen darauf, unbedingt an der Bergung des Abfalls festzuhalten. „Es muss bei der Rückholung des Mülls bleiben, um eine Verseuchung des Grundwassers auszuschließen“, sagte der Sprecher der BI Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, Wolfgang Ehmke. Bis 1978 wurden in dem früheren Salzbergwerk Asse bei Wolfenbüttel 126 000 Behälter mit schwach- und mittelradioaktivem Müll abgekippt.

Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im niedersächsischen Landtag, Stefan Wenzel, forderte eine neue Strategie zur Vorbereitung der Rückholung des Atommülls. Das Papier des Bundesamtes für Strahlenschutz sei der nicht unerwartete Versuch, die Rückholung zu torpedieren, bevor sie überhaupt begonnen habe.

frx/dpa