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Niedersachsen Weniger Vorstands-Frauen in 30 größten Börsenunternehmen
Nachrichten Niedersachsen Weniger Vorstands-Frauen in 30 größten Börsenunternehmen
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14:23 27.04.2018
Eine Frau steht in einem Büro und erklärt eine an die Wand projezierte Grafik.
Eine Frau steht in einem Büro und erklärt eine an die Wand projezierte Grafik. Quelle: Tobias Kleinschmidt/Archiv
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Hannover

Bei den 30 größten Börsenunternehmen ist die Zahl seit Ende des vergangenen Jahres sogar leicht zurückgegangen, nachdem sie in den Vorjahren leicht gestiegen war. Zurzeit arbeiten 24 Frauen - 12,1 Prozent - in diesen Vorständen.

Eine von ihnen ist Siemens-Vorstandsmitglied Janina Kugel. Sie rief Frauen im Rahmen des Karrierekongresses "Womenpower" am Freitag auf, mehr zu fordern und nicht nur auf Chancen zu warten. "Als ich zu Siemens kam, fragte ich mich, warum plustern sich die Männer so auf, wenn sie nur einen normalen Job gemacht haben", sagte Kugel. "Dann wurde mir gesagt, tu's doch auch und inzwischen kann ich es ganz gut." Um in der Karriere weiter zu kommen, sei auch die Partnerwahl wichtig. Sie und ihr Mann teilten sich die Betreuung ihrer Zwillinge. Auch müssten Unternehmen Frauen mehr Chancen geben, forderte Kugel.

Die meisten Vorstände heißen der Auswertung zufolge übrigens Thomas. Insgesamt gibt es mit einer Anzahl von 56 mehr Thomasse und Michaels als Frauen zusammen. Das sind insgesamt 52. AllBright-Geschäftsführer Christian Berg sagte: "Viele Firmen unterschätzen, wie wichtig es ist, Frauen in der Führung zu haben. Aber Studien haben gezeigt, dass gemischte Teams innovativer und profitabler sind."

dpa