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Niedersachsen Top-Stimmung bei Industrie, Handel skeptisch
Nachrichten Niedersachsen Top-Stimmung bei Industrie, Handel skeptisch
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00:25 16.04.2018
GUT IM GESCHÄFT: Die Stimmung unter den Mitgliedfirmen der Industrie- und Handelskammern in Niedersachsen ist gut Quelle: Fotos: dpa
HANNOVER

Russland-Sanktionen und Gegensanktionen, US-Handelskrieg mit der EU und China, der Brexit und der Fachkräftemangel – all das könnte manche Unternehmen beunruhigen, die Stimmung trüben. Doch dem ist augenscheinlich nicht so in Niedersachsen, wie die aktuelle Konjunkturumfrage unter den IHK-Betrieben im Land zeigt.

„Wir glauben und gehen davon aus, dass die internationalen Turbulenzen nicht auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung durchschlagen werden“, sagt Horst Schrage, Hauptgeschäftsführer der Landesarbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern Niedersachsen (IHKN).

Das Geschäft mit Russland etwa laufe vorwiegend in der Automobil- und Ernährungsindustrie – und das sei wegen der Sanktionen seit Jahren „ohnehin schon schlimm“, da erwartet Schrage keine spürbaren Wirkungen, sollte sich das insgesamt zuspitzen. Sollten die USA und China sich gegenseitig abschotten, seien durchaus Wirkungen denkbar, weil dann China versuchen würde, noch stärker hier aufzutreten – vor allem mit niedrigen Preisen. Doch „wir gehen davon aus, dass es noch eine vernünftige Lösung geben wird“, erklärt Schrage. Der IHKN-Chef ist sich allerdings sicher: „Wachstumstreiber im Handel“ werde eher die Binnennachfrage sein (wobei 30 Prozent aller antwortenden Unternehmen von mehr Exporten ausgehen).

Gemäß der aktuellen Konjunkturumfrage ist die Stimmung in den IHK-Unternehmen weiter top: Mit 124 Punkten erreichte der Indikator fast den Rekordwert 126 vom Jahresanfang. 43 Prozent der an der Umfrage teilnehmenden Firmen schätzt demnach die Geschäftslage als gut ein, 51 Prozent sind zufrieden. Nach wie vor rechnet ein Viertel der Firmen damit, dass sich ihre Lage weiter verbessern wird, nur zwölf Prozent erwarten, dass sich ihre Lage verschlechtert. Sowohl bei den Investitionen als auch bei den Personalplanungen zeigen die Zeichen weiter steil nach oben. Während die Firmen zunehmend darüber klagen, nicht ausreichend Fachpersonal zu finden, zeugen die Investitionen von Zuversicht, denn mehr als 40 Prozent dienten der Kapazitätsaufstockung – das war zuletzt vor dem Aufkommen der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/09 so. Geld für ihre Vorhaben aufzutreiben scheint kein Problem zu sein: fast die Hälfte der Befragten sagt: Unser Zugang zu Fremdfinanzierungsmitteln ist gut, 22 Prozent sind damit zufrieden – und 25 Prozent sagen: Brauchen wir nicht, schaffen wir aus eigener Kraft!

Etwas unklar ist die Lage im Einzelhandel: tendenziell werde von stagnierenden Umsätzen und nachlassender Kauflust berichtet, der Blick auf die Online-Konkurrenz führe zu leicht negativen Zukunftserwartungen.

Schrages Fazit angesichts der Umfragewerte und der allgemeinen Rahmenbedingungen: „Es gibt keine Anzeichen dafür, dass diese positive Entwicklung sich nicht fortsetzen sollte!“

Von Ralph Hübner

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