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Niedersachsen Tod von 79-Jährigem: Ermittlungen zu möglicher Fehldiagnose
Nachrichten Niedersachsen Tod von 79-Jährigem: Ermittlungen zu möglicher Fehldiagnose
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17:53 23.03.2018
Polizeifahrzeuge mit eingeschaltetem Blaulicht.
Polizeifahrzeuge mit eingeschaltetem Blaulicht. Quelle: Rolf Vennenbernd/Archiv
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Salzgitter

Nach einer Strafanzeige des Sohnes des Verstorbenen gehe man dem Anfangsverdacht der fahrlässigen Tötung nach, sagte ein Sprecher der Behörde am Freitag. Ihm zufolge richten sich die Ermittlungen gegen Unbekannt und es ist völlig unklar, ob es ein Fehlverhalten gegeben hat.

Nach einem Bericht der "Salzgitter Zeitung" glaubt der Sohn des Verstorbenen, dass sein Vater aufgrund einer Fehldiagnose starb. Ein medizinisches Gutachten und die Einschätzung der Schlichtungsstelle der Ärztekammer sollen diese Sicht in weiten Teilen stützen. Nach Informationen der Zeitung hatten behandelnde Arzt im April 2016 einen Hexenschuss festgestellt, anstatt der tatsächlich vorliegenden Blutvergiftung. Der Mann sei am Morgen nach seiner Einlieferung gestorben.

Das Klinikum räumt in einer Stellungnahme Fehler ein. "Rückblickend hätte dem Patienten sehr zügig Blut abgenommen werden müssen. In der Folge wäre die Aufnahme auf die Intensivstation erfolgt", heißt es darin. Die Blutvergiftung des Mannes sei verspätet erkannt worden. Die Fehler seien intern aufgearbeitet worden und man überprüfe derzeit Abläufe und Strukturen in der Notaufnahme.

dpa