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Niedersachsen Tempelbomber muss im Celler Terror-Prozess nicht aussagen
Nachrichten Niedersachsen Tempelbomber muss im Celler Terror-Prozess nicht aussagen
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21:30 31.07.2018
Abu Walaa: Er steht seit September 2017 in Celle vor  Gericht. Einen neuer Kronzeuge wird im Prozess nicht gegen den Hildesheimer Hassprediger aussagen.
Abu Walaa: Er steht seit September 2017 in Celle vor Gericht. Einen neuer Kronzeuge wird im Prozess nicht gegen den Hildesheimer Hassprediger aussagen. Quelle: dpa
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Celle

Kein neuer Kronzeuge im Prozess gegen den Hildesheimer Hassprediger Abu Walaa: Der Tempelbomber von Essen, Yusuf T. (18), wird nicht vor dem Oberlandesgericht Celle erscheinen müssen. Sein Anwalt, Burkhard Benecken, teilte auf NP-Anfrage mit, dass sein Mandant inzwischen vom zuständigen Staatsschutzsenat abgeladen wurde. Der Türke, der gegen den mutmaßlichen Deutschland-Chef der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) und vier Mitangeklagte auspacken sollte, hatte angekündigt, dass er schweigen wird. Hintergrund: Gegen T. selbst läuft ein weiteres Ermittlungsverfahren (NP berichtete).

Weil der 18-Jährige im Terror-Prozess von seinem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch machen wird, hatte Benecken beim Gericht die Abladung seines Mandanten beantragt. T. verbüßt zurzeit im Gefängnis in Iserlohn (NRW) wegen des Bombenanschlags auf einen Sikh-Tempel 2016 in Essen eine siebenjährige Haftstrafe. Der lange Transport nach Celle hätte seinen Mandanten nur unnötig „Nerven und den Staats sehr viel Geld gekostet“, so Benecken. Ursprünglich war der Türke für den 7. August vorgeladen.

Mit Verhandlungstag 64 wird am Mittwoch nach der Sommerpause der Prozess gegen Abu Walaa und Co. fortgesetzt. Seit September 2017 müssen sich die Männer vor dem Celler Gericht verantworten.

Von Britta Mahrholz