Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen Messerattacke: Beschuldigter soll psychisch krank sein
Nachrichten Niedersachsen Messerattacke: Beschuldigter soll psychisch krank sein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:27 03.04.2018
Anzeige
Hildesheim

Dort soll es Anhaltspunkte dafür geben, dass der Beschuldigte an einer psychischen Erkrankung leidet, teilte die Staatsanwaltschaft Hildesheim am Dienstag mit. Der 28-Jährige sei in ein psychiatrisches Krankenhaus verlegt worden. Das gehe zumindest aus einer Verbalnote des ägyptischen Außenministeriums sowie einer Mitteilung der ägyptischen Staatsanwaltschaft hervor, die die Behörde am 22. März erreichte.

Am 14. Juli 2017 hatte ein 28-jähriger Ägypter die beiden 56 und 65 Jahre alten Urlauberinnen aus dem Kreis Peine an einem Hotelstrand mit mehreren Messerstichen getötet, bevor er überwältigt wurde. Bei der Tat wurden vier weitere Ausländer verletzt. Eine 36-jährige Tschechin starb wenige Tage später an ihren schweren Stichverletzungen.

Anzeige

In dem ägyptischen Schreiben heißt es nun, dass das Ergebnis eines medizinischen Gutachtens aber noch nicht vorliege. Der Mann befinde sich nach wie vor in Gewahrsam. Eine Obduktion habe zudem ergeben, dass die beiden Frauen aus Niedersachsen an den Stichverletzungen gestorben seien. Ermittlerkreise hatten kurz nach dem Angriff berichtet, der Mann habe mit der Terrormiliz IS in Kontakt gestanden.

"Für unsere Ermittlungen ändern diese Informationen derzeit nichts", sagte Christina Pannek von der Staatsanwaltschaft Hildesheim, in deren Zuständigkeitsbereich die deutschen Opfer wohnten. Bei den Informationen aus Ägypten handele es sich nicht um eine Antwort, auf das internationales Rechtshilfeersuchen, das die Behörde eingeleitet hat. "Wir brauchen sämtliche Ergebnisse aus Ägypten, um hier vor Ort Entscheidungen treffen zu können", sagte Pannek.

dpa