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Niedersachsen Datenschutzgrundverordnung: mehr Beschwerden seit Einführung
Nachrichten Niedersachsen Datenschutzgrundverordnung: mehr Beschwerden seit Einführung
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08:28 27.07.2018
Barbara Thiel ist zu sehen. Quelle: Mohssen Assanimoghaddam/Archiv
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Osnabrück

Im zweiten Quartal sei die Zahl dann auf etwa 4300 in die Höhe geschnellt.

"Wir haben völlig veränderte Zahlen. Das ging bereits in den Monaten vor dem 25. Mai los, aber gerade die letzten Wochen vor dem Stichtag waren von absoluter Hektik begleitet", sagte Thiel. Von einer ähnlichen Entwicklung hatten auch Datenschützer in anderen Bundesländern berichtet.

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Die Zahl der Beratungsanfragen vor allem aus Vereinen und dem Gesundheitsbereich sei hoch, sagte Thiel. Auch die Zahl der gemeldeten Datenschutzverletzungen stieg deutlich an. Im gesamten Jahr 2017 seien der Behörde 20 Datenpannen gemeldet worden, in diesem Jahr seien es bereits jetzt mehr als 50. "Die Menschen sind vorsichtiger geworden, und das ist auch gut so."

Mit der Einführung der europäischen Datenschutz-Verordnung gelten in Deutschland teils verschärfte Datenschutzregeln. Die EU-Grundverordnung soll Bürgern mehr Mitsprache dabei geben, was mit ihren Daten in Unternehmen, Vereinen oder Behörden passiert. Dazu gehören Name, Adresse, E-Mail-Adresse, Ausweisnummer oder IP-Adresse. Besonders empfindliche Daten etwa zu Religion, Gesundheit oder Sexualleben dürfen nur in Ausnahmefällen verarbeitet werden. Daten, die für den ursprünglichen Speicherzweck nicht mehr benötigt werden, müssen gelöscht werden. Zudem haben Verbraucher ein Auskunftsrecht.

dpa