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Niedersachsen Bremische Bürgerschaft für 31. Oktober als Feiertag
Nachrichten Niedersachsen Bremische Bürgerschaft für 31. Oktober als Feiertag
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14:10 21.02.2018
Bremens Bürgermeister Carsten Sieling (SPD).
Bremens Bürgermeister Carsten Sieling (SPD). Quelle: Carmen Jaspersen
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Bremen

Am Mittwoch stimmten 57 Abgeordnete in Bremen für den Reformationstag, 24 dagegen. Ein Abgeordneter enthielt sich. Der Internationale Frauentag am 8. März und der Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus am 8. Mai, die ebenfalls zur Abstimmung standen, wurden mehrheitlich als Feiertag abgelehnt.

Zuvor hatte Bremens Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) sich in der Landtagsdebatte erneut für den 31. Oktober als Feiertag ausgesprochen. "Für mich ist das ein Tag des gesellschaftlichen Aufbruchs gewesen", betonte er. Zudem sei dafür die größte gesellschaftliche Zustimmung zu erwarten. Selbst die jüdische Gemeinde in Bremen unterstütze das Datum. In Niedersachsen hatte die jüdische Gemeinde gegen den Reformationstag als Feiertag protestiert, da Martin Luther als Antisemit gilt.

Die norddeutschen Regierungschefs hatten bisher gemeinsam den 31. Oktober favorisiert. Allerdings müssen darüber alle vier Landtage in Hannover, Bremen, Kiel und Hamburg separat abstimmen. In Niedersachsen ist die Meinungsbildung noch nicht abgeschlossen. 

"Vielleicht ist es ein guter Hinweis für Niedersachsen, den Weg auch zu gehen", sagte Sieling mit Blick auf die Bremer Entscheidung. Seiner Ansicht nach käme es angesichts der vielen Pendler zwischen den beiden Bundesländern einem "Schildbürgerstreich" gleich, bekämen sie unterschiedliche Feiertage.

dpa