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Niedersachsen Bomann-Museum gibt Gemälde zurück
Nachrichten Niedersachsen Bomann-Museum gibt Gemälde zurück
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13:32 24.07.2018
Das Bomann-Museum in Celle. Quelle: Holger Hollemann/Archiv
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Celle

Dort wurde die Altmeister-Sammlung nach der deutschen Besatzung 1941 beschlagnahmt. Über Hitlers Fotografen Heinrich Hoffmann gelangte das Bild "Waldlandschaft" in das Berliner Auktionshaus Hans W. Lange, wo es der damalige Celler Museumsdirektor Albert Neukirch 1943 ersteigerte.

Nach dem Krieg bemühte sich die Familie Jaffé um die Rückgabe ihres Kunstbesitzes. Ein Teil davon konnte von den Alliierten sichergestellt werden, viele Werke fehlen jedoch bis heute. Nach der "Waldlandschaft" wurde schon in den 1950er Jahren gesucht. Das Auffinden dürfte auch dadurch erschwert worden sein, dass sich die Künstlerzuschreibung seit 1943 geändert hatte, teilte das Museum mit.

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Während es zuvor als Werk von Simon de Vlieger (1601-1653) galt, schrieb man es dann Anthonie Waterloo (1609-1690) zu. Erst die 2016 mit Förderung des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste begonnenen Recherchen in Celle führten zur Entdeckung. Dank eines Etiketts auf der Rückseite und einem Foto aus einem Album der Familie Jaffé konnte das Gemälde zweifelsfrei identifiziert werden.

Das Bild wurde bereits am 23. April restituiert. Die Übergabe fand in den Räumen der Commission for Looted Art in Europe in London statt, welche die Interessen der 1939 nach Großbritannien emigrierten Familie vertritt.

dpa