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Niedersachsen Trauer im niedersächsischen Heimatort des getöteten Soldaten
Nachrichten Niedersachsen Trauer im niedersächsischen Heimatort des getöteten Soldaten
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14:10 08.10.2010
Eine deutsche Nationalflagge hängt in Seedorf auf dem Gelände der Fallschirmjägerkaserne auf Halbmast.
Eine deutsche Nationalflagge hängt in Seedorf auf dem Gelände der Fallschirmjägerkaserne auf Halbmast. Quelle: dpa
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Die Trauer um den in Afghanistan getöteten Soldaten ist in seiner niedersächsischen Heimatkaserne groß. Die Nachricht, dass wieder jemand aus der Fallschirmjägerkaserne der Luftlandebrigade 31 am Hindukusch gefallen ist, habe die Soldaten schockiert, sagte Brigadesprecher Hauptmann Rainer Grimm am Freitag in Seedorf (Kreis Rotenburg/Wümme). „Die Stimmung ist gedrückt, die Betroffenheit groß.“

Bei dem am Donnerstag von Taliban Getöteten handelt es sich um einen Oberfeldwebel vom Fallschirmjägerbataillon 313. Nähere Angaben zu dem 26-Jährigen wollte der Brigade-Sprecher nicht machen. Bei dem Selbstmordattentat und dem anschließenden knapp siebenstündigen Gefecht in der Unruheprovinz Baghlan waren 14 deutsche Soldaten verletzt worden. „Keiner der Soldaten schwebt in Lebensgefahr“, sagte Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) in Berlin. Mehr als die Hälfte der Verletzten stammt seinen Angaben zufolge wie der Tote aus Seedorf.

Dort trauern rund 3500 Soldaten um ihren getöteten Kameraden. Zum Gedenken wurde in der Kaserne extra eine kleine Kapelle eingerichtet. Erst an Karfreitag waren drei junge Fallschirmjäger aus Seedorf in Afghanistan ums Leben gekommen. Die Erinnerung daran sei noch ganz frisch, sagte der Bürgermeister der 790-Seelen-Gemeinde, Jakob Hinck (CDU). Die Verbundenheit der Menschen in der Region mit den Soldaten aus der Kaserne sei sehr stark.

Nach Angaben der Luftlandebrigade wird am Samstag eine Gedenkfeier für den Getöteten in Afghanistan stattfinden. Ob die Bundeswehr auch in Deutschland einen zentralen Gottesdienst abhalten wird, sei noch offen. „Die Angehörigen entscheiden, wie die Trauerfeierlichkeiten aussehen werden“, betonte Brigade-Sprecher Grimm. Es sei auch noch nicht geklärt, wie die Beisetzung aussehen werde. Die evangelische Gemeinde im Nachbarort Selsingen will an diesem Sonntag mit einem Gottesdienst in der St.-Lamberti-Kirche des getöteten Soldaten gedenken. Der Sarg werde aber nicht in der Kirche stehen, sagte der Sprecher des Kirchenkreises, Pastor Kay Oppermann, am Freitag. In dem Gotteshaus wurde ein Kondolenzbuch ausgelegt.

dpa

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