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Niedersachsen Seehundsterben im Wattenmeer
Nachrichten Niedersachsen Seehundsterben im Wattenmeer
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15:58 12.04.2010
SEEHUNDSTERBEN: Im Wattenmeer verendeten auffällig viele Jungtiere. Quelle: dpa
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KIEL. „Eine gewisse Anzahl von Totfunden ist normal, doch im letzten Herbst und Winter waren es dreimal mehr Tiere als üblich“, erklärte der Kieler Biologe Kai Abt. Er gehe davon aus, dass der größte Teil des Geburtsjahrgangs 2009 gestorben ist. Gleichzeitig war der Bestand der Seehunde auf den höchsten Stand seit Beginn der Zählung 1975 gestiegen. So wurden vergangenen Sommer 8415 Seehunde gesichtet, knapp fünfmal so viele wie vor 35 Jahren.

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Die Ursache für das Massensterben unter den Neugeborenen ist nicht eindeutig geklärt. Bei vielen toten Tieren wurde ein Lungenwurmbefall diagnostiziert. Nach Meinung von Abt könnte durch klimatische Schwankungen kurzzeitig weniger Nahrung dagewesen sein. Bei der Jagd hätten die jüngeren unerfahreneren Tiere häufig das Nachsehen. Die Experten vom Nationalpark betonen, dass sich die Situation schnell ändern könne. „Seehunde, die im kommenden Sommer zur Welt kommen werden, können schon wieder bessere Überlebensbedingungen vorfinden“, hieß es. dpa