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Niedersachsen Schünemann will Überwachung in Bahnhöfen
Nachrichten Niedersachsen Schünemann will Überwachung in Bahnhöfen
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16:54 14.09.2009
Trauernde stehen am Tatort am S-Bahnhof Solln in München und legen Kerzen und Blumen nieder.
Trauernde stehen am Tatort am S-Bahnhof Solln in München und legen Kerzen und Blumen nieder. Quelle: ddp
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Hannover. Anstatt nur aufzuzeichnen, sollten beim Drücken des Notknopfes in einer Bahn Kameras direkt aufgeschaltet und mit den Monitoren in der Leitzentrale verbunden werden, sagte Schünemann am Montag in Hannover.

Durch bloße Aufzeichnungen von Kameras könnten Straftäter zwar im Nachhinein ermittelt werden, doch nur wenn diese wüssten, dass sie beobachtet werden, „schreckt dies auch ab“, betonte Schünemann. Er schlug zudem vor, gleichzeitig Ton- und Lichtsignale mit dem Aufzeichnen zu verbinden. Dadurch könnten die Täter unmittelbar abgeschreckt werden.

Der Minister kündigte Gespräche mit dem Hannoverschen Verkehrsunternehmen üstra an, das 191 Kameras betreibe, die für seine vorgeschlagene Aufrüstung geeignet seien.

Bei dem Überfall am Samstag im München hatte sich ein 50-Jähriger schützend vor vier Kinder im Alter zwischen 13 und 15 Jahren gestellt, die von Schlägern attackiert worden waren. Anschließend wurde er von den 17 und 18 Jahre alten Gewalttätern zu Tode geschlagen und getreten. Gegen die jungen Männer wurde am Sonntag Haftbefehl erlassen. ddp