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Niedersachsen Rodewalder Rüde bleibt weiterhin Aufreger
Nachrichten Niedersachsen Rodewalder Rüde bleibt weiterhin Aufreger
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18:39 17.06.2019
Fordert Aufnahme ins Jagdrecht: Jörn Ehlers, Vizepräsident des Landvolks. Quelle: Foto: Behrens
Hannover

Der Rodewalder Wolf lebt noch immer. Rund fünf Monate nach der Freigabe ist es nicht gelungen, das Tier zu entnehmen. Bei den Weidetierhaltern sorgt das für Unmut. Sie fordern, dass das Umweltministerium besser durchgreifen müsse.

„Die Entnahme dauert viel zu lange“, sagte Jörn Ehlers, Vizepräsident des Landvolks. Das bedrohe die Existenz der Nutztierhalter. Man brauche daher ein besseres Wolfsmanagement. Herdenschutzmaßnahmen wie der Zaunbau allein genügten nicht. Es führe kein Weg an der Bejagung vorbei.

Der Rodewalder Rüde war im Januar zum Abschuss freigegeben worden, nachdem er Zäune überwunden und Nutztiere gerissen hatte. Die Entnahmegenehmigung ist seither immer wieder verlängert worden, die aktuelle gilt noch bis Ende Juni.

Weidetierhalter fordern: „Population muss eingedämmt werden“

Doch der Rüde ist nicht der einzige Wolf, der den Weidetierhaltern Sorge bereitet. Sie fordern eine Eindämmung der Population. Nach ihren Berechnungen könnte sich diese in den kommenden Jahren auf bis zu 4500 Tiere ausweiten. Ein Vorbild könnte dabei Schweden sein. Dort gibt es eine Obergrenze von 300 Tieren.

Grüne wollen schnelle Umsetzung der Weidetierprämie

Christian Meyer, landwirtschaftspolitischer Sprecher der Grünen, sagte der NP: „Das sind Horrorzahlen. Die Tiere leben in riesigen Revieren und wandern weiter. Eine solche Ausbreitung ist utopisch. Schon allein aufgrund der Verkehrsunfälle.“ Dennoch nimmt er die Bedenken der Halter ernst. Es müsse dringend an einer Weidetierprämie gearbeitet werden. Meint: Pro Rind und Schaf eine jährliche Prämie zwischen 20 und 60 Euro.

Karin Logemann (SPD) betonte indes, dass man nicht umhinkomme, eine bundesweite Aufnahme ins Jagdrecht zu erwirken. Für diese setze sich Umweltminister Olaf Lies (SPD) bereits ein. Eine von ihm gestartete Bundestagsinitiative hatte eine Erleichterungs der Entnahme erwirkt.

Von Mandy Sarti

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