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Niedersachsen Razzia im Rockermilieu: Hund greift Einsatzkräfte an
Nachrichten Niedersachsen Razzia im Rockermilieu: Hund greift Einsatzkräfte an
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13:47 11.02.2019
Razzia im Rockermilieu: SEK-Beamte stehen vor einem Gebäude in Sachsen-Anhalt. Quelle: dpa
Braunschweig

Auf der Suche nach illegalen Waffen haben Spezialkräfte aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt am Montag mehrere Gebäude in Magdeburg und Schönebeck gestürmt. Dort vermutete Pistolen eines mutmaßlichen Händlers aus dem Raum Helmstedt seien dabei aber nicht gefunden worden, teilte die Staatsanwaltschaft Braunschweig mit. Auf einem Hof wurden die Einsatzkräfte laut Polizeibericht von einem Hund angegriffen, den sie zu ihrem Schutz erschossen.

„Hintergrund des Einsatzes waren zwei Festnahmen am Freitag“, erläuterte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Hans Christian Wolters. Nach mehrmonatigen Ermittlungen war dabei ein 54-Jähriger aus dem Raum Helmstedt auf einer Bundesstraße nahe Schönebeck im Salzlandkreis festgenommen worden. „In seinem Wagen wurden fünf Pistolen tschechischer Herkunft sichergestellt“, sagte Wolters.

Ermittlungen gegen früheres Mitglied der „Red Devils“

Bei dem wegen Verstößen gegen das Waffengesetz vorbestraften Mann handelt es sich laut Wolters um ein ehemaliges Führungsmitglied der Rockergruppe „Red Devils“ in Helmstedt. Er sitze seit Samstag wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Handels mit Schusswaffen in Untersuchungshaft. Zu den Vorwürfen äußere er sich bisher nicht.

„Bei dem zweiten Festgenommenen handelt es sich um einen mutmaßlichen Kunden“, berichtete Wolters. Bei einer Durchsuchung in Königslutter sei bei dem 61-Jährigen eine Waffe desselben Fabrikats gefunden worden. Er habe den Kauf gestanden, befinde sich daher nicht mehr in Haft.

Die Durchsuchungen in Sachsen-Anhalt fanden laut Wolters im Zuge der Ermittlung gegen weitere Verdächtige statt und richteten sich gegen potenzielle Waffenkäufer. „Am Montag gab es aber keine Festnahmen“, sagte Wolters.

Von RND/dpa

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