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Niedersachsen Proteste gegen NPD-„Erntedank-Fest“ in Eschede
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Proteste gegen NPD-„Erntedank-Fest“ in Eschede

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19:44 26.09.2020
Eine weibliche Teilnehmerin trägt bei einer Veranstaltung der NPD ein T-Shirt mit der Aufschrift „Nazi Braut“ (Archiv). Quelle: Carsten Rehder/dpa
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Eschede

Zu der Kundgebung vor dem Domizil der Neonazi-Partei hatte das Netzwerk gegen Rechtsextremismus in der Südheide aufgerufen, etwa 300 Demonstranten nahmen laut den Veranstaltern teil. Die NPD-Anhänger kommen regelmäßig auf einem Bauernhof außerhalb des Ortes zusammen, dem ehemaligen „Hof Nahtz“.

Umstrittene erste Strophe der Nationalhymne gespielt

Während der Kundgebung gegen die Neonazis sei aus Lautsprechern auf dem Hof die umstrittene erste Strophe der deutschen Nationalhymne zu hören gewesen, sagte Mitorganisator Dirk Garvels, Regionssekretär des Deutschen Gewerkschaftsbundes, dem epd. Die ersten Verse lauten „Deutschland, Deutschland über alles, über alles in der Welt“. Kritiker verbinden damit deutsche Überheblichkeit, Aggression und Großmachtstreben. Der Text ist aber nicht verboten, sondern fällt unter die Kunstfreiheit.

Netzwerk befürchtet rechtsextremes Schulungszentrum

Der NPD-Landesverband Niedersachsen hatte das Anwesen vor einem Jahr von seinem Mitglied Joachim Nahtz gekauft. Das Netzwerk Südheide befürchtet, dass dort ein rechtsextremes Schulungszentrum entstehen könnte.

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Nach einem Urteil des Verwaltungsgericht Lüneburg dürfen die Demonstranten bis auf 150 Meter an den NPD-Hof heranrücken.

Von RND/dpa