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Niedersachsen Polizeihubschrauber aus Hamburg und Niedersachsen fliegen gemeinsam
Nachrichten Niedersachsen Polizeihubschrauber aus Hamburg und Niedersachsen fliegen gemeinsam
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15:16 20.04.2012
Die Innenressortchefs aus Niedersachsen und Hamburg haben den Startschuss für eine engere Zusammenarbeit der Polizei-Hubschrauberstaffeln beider Bundesländer gegeben.
Die Innenressortchefs aus Niedersachsen und Hamburg haben den Startschuss für eine engere Zusammenarbeit der Polizei-Hubschrauberstaffeln beider Bundesländer gegeben. Quelle: dpa
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Hamburg/Hannover

Gemeinsam mehr erreichen: Mit einer stärkeren Zusammenarbeit ihrer Polizeihubschrauber wollen Hamburg und Niedersachsen Geld sparen und trotzdem die Sicherheit erhöhen.

"Mit dem Vertrag wird länderübergreifend sichergestellt, dass die Polizei beider Länder ihre Aufgaben auch aus der Luft erfüllen kann", sagte Hamburgs Innensenator Michael Neumann (SPD) am Freitag beim offiziellen Startschuss auf dem Hamburger Flughafen. Das Abkommen gilt bereits seit Anfang des Jahres und "funktioniert schon sehr gut", betonte sein niedersächsischer Amtskollege Uwe Schünemann (CDU).

Hamburg profitiere insbesondere von den technisch für Nachtflüge besser ausgerüsteten Hubschraubern aus Niedersachsen. Die Kosten für die Einsätze - eine Flugstunde kostet rund 2200 Euro - muss nach dem Vertrag derjenige zahlen, der die "Nachbarschaftshilfe" angefordert hat. Am Ende des Jahres würden die Flugstunden einfach gegengerechnet und die Differenz dann ausgezahlt, sagte Neumann.

Abgesehen von den grenzüberschreitenden Flugeinsätzen stehen für die niedersächsische Polizei weitere Umstrukturierungen an: 20 der derzeit 60 Stellen in der Hubschrauberstaffel sollen in den kommenden Jahren wegfallen. Ursache ist eine Sparauflage, welche das Innenministerium durch die Pensionierung von acht Piloten oder Versetzungen in andere Einsatzbereiche umsetzen will. In Hamburg soll es laut Neumann bei den knapp 20 Stellen der Staffel sowie den zwei Hubschraubern keine Änderungen geben. Im Zuge der Reduzierung werde die Zahl der niedersächsischen Hubschrauber von derzeit vier auf vermutlich zwei sinken, sagte Schünemann.

In den kommenden zwei Jahren sollen aber für rund 14 Millionen Euro zwei neue Hubschrauber gekauft werden. Diese seien effizienter als die jetzigen zwischen zehn und 30 Jahre alten Fluggeräte. "So können wir ein hohes Niveau halten, obwohl wir verkleinern müssen", sagte Schünemann. Zudem verhandele das Land derzeit mit dem Bundesinnenministerium über eine "ähnliche Kooperation" in der Luft wie mit Hamburg, sagte Schünemann. So könne die Effizienz weiter gesteigert werden. Wann dieser Vertrag abgeschlossen werde, sei aber noch unklar.