Nienburg kämpft gegen hohe Corona-Inzidenz: Keine Ausgangssperre, aber mehr Tests in Heimen
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Niedersachsen Keine Ausgangssperre, aber mehr Tests in Heimen – Kreis Nienburg kämpft gegen hohe Inzidenz
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Nienburg kämpft gegen hohe Corona-Inzidenz: Keine Ausgangssperre, aber mehr Tests in Heimen

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18:29 25.01.2021
Im Kreis Nienburg will die Politik die anhaltend hohe Inzidenz in den Griff bekommen (Symbolbild).
Im Kreis Nienburg will die Politik die anhaltend hohe Inzidenz in den Griff bekommen (Symbolbild). Quelle: imago/Wedel/Kirchner-Media
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Nienburg

Wegen einer gefährlich hohen Ansteckungsrate mit dem Coronavirus weitet der Landkreis Nienburg die Tests in Alten- und Pflegeheimen aus. Trotz einer Rate von etwa 200 Infektionen je 100 000 Einwohner in 7 Tagen entschied sich der Kreis aber dagegen, Ausgangsbeschränkungen zu verhängen. Das sagte Landrat Detlev Kohlmeier (parteilos) am Montag vor Journalisten. Es werde auch keine Beschränkung des Bewegungsradius auf 15 Kilometer geben.

In den Schulen gelte ab Dienstag für zwei Wochen eine Maskenpflicht im Unterricht ab der ersten Klasse, sagte der Landrat. An der vom Kultusministerium vorgegebenen Organisation des Schulunterrichts ändere sich nichts. „Wir glauben, dass wir ein wirkungsvolles Paket an kleinen und zielgerichteten Maßnahmen geschnürt haben“, sagte Kohlmeier.

Heimbewohner werden regelmäßig getestet

Seinen Angaben nach gibt es derzeit 130 bis 140 Infizierte in Alten- und Pflegeheimen, betroffen seien aktuell 10 der 20 Heime im Kreis. Deshalb sollten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schon ab Montag täglich getestet werden. Für die Bewohnerinnen und Bewohner werde es zweimal in der Woche einen PCR-Test oder dreimal je Woche einen Schnelltest geben. Besuche würden nicht verboten, aber für die nächsten Wochen auf eine bestimmte Person je Heimbewohner beschränkt.

Ein weiterer Hotspot im Kreis ist das Krankenhaus in Nienburg. Dort gebe es einen Aufnahmestopp bis auf Geburten oder Notfälle. Patienten müssten sich nach der Entlassung zehn Tage in häusliche Quarantäne begeben, sagte Kohlmeier. Wegen der Häufung der Infektionen habe der Landkreis viele Tests auf Mutationen untersuchen lassen. Es seien aber weder der britische Virusstamm noch andere Mutationen gefunden worden, die als besonders ansteckend gelten.

Von RND/lni