Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen Niedersachsen investiert 160 Millionen in Ausbildungsplätze
Nachrichten Niedersachsen Niedersachsen investiert 160 Millionen in Ausbildungsplätze
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:58 09.02.2010
Niedersachsen will in den kommenden vier Jahren 160 Millionen Euro in die Förderung von Ausbildungsplätzen investieren. Quelle: dpa (Archiv)

Den neuen Ausbildungspakt 2010 bis 2013 unterzeichneten Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) und Arbeitsminister Jörg Bode (FDP) am Dienstag gemeinsam mit Vertretern aus Wirtschaft, Handwerk und Verbänden in Hannover. Er sieht eine Förderungssumme von 160 Millionen Euro vor. „Ich appelliere an alle Unternehmen in Niedersachsen, auch in Zeiten der Krise durch Ausbildung den eigenen Fachkräftenachwuchs zu sichern“, sagte Wulff. Der Pakt sei seit seiner Einführung im Jahr 2004 eine „Erfolgsstory“.

Wulf und Bode lobten die Leistung der Ausbildungspaktpartner, die in den vergangenen sechs Jahren die gesteckten Ziele „deutlich übertroffen“ hätten. „Im Ausbildungsjahr 2007/2008 wurde mit fast 60 000 neuen Verträgen der höchste Stand seit dem Jahr 1992 erreicht“, sagte Wulff. Der neue Pakt sei ein Signal für Verlässlichkeit und Optimismus. „Wir meinen, dass es gelegentlich auch in Schulen zu viele Sorgen und Pessimismus gibt“, betonte Wulff.

Es sei ein großer Erfolg, dass auch 2009 trotz Finanz- und Wirtschaftskrise sowie rückläufiger Schülerzahlen die Anzahl der neuen Ausbildungsverträge nur um 4,1 Prozent gesunken sei. Bundesweit sei der Rückgang doppelt so hoch gewesen. Die Förderung sei auch im Hinblick auf die demografische Entwicklung wichtig. Nur so könne der Fachkräftebedarf künftig gedeckt werden. 2020 rund 25 Prozent weniger Schüler

„Laut Kultusverwaltung wird es 2020 25 Prozent weniger Schüler in Niedersachsen geben“, sagte Peter Voss, Vorsitzender der Landesvertretung der niedersächsischen Handwerkskammern. Die demografische Lücke sei ein gravierendes Problem für die Wirtschaft.

Der neue Pakt sieht vor, jährlich insgesamt 6000 neue Ausbildungs- und Praktikaplätze zu schaffen. Die Quote der Jugendlichen ohne Hauptschulabschluss soll auf fünf Prozent gesenkt werden. Bis 2013 sollen zudem die Möglichkeiten zur Berufsorientierung für Schüler weiter ausgebaut werden. Ein weiteres Ziel ist die bessere Vermittlung von Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund sowie von benachteiligten jungen Menschen. Erstmals sieht der Pakt auch einen Aufruf zur Einreichung von Förderanträgen vor. 1,5 Millionen Euro aus Landes- und EU-Mitteln stehen dazu ab sofort zur Verfügung.

Dagegen kritisierten die arbeitsmarktpolitischen Sprecher der Landtagsopposition das Ausbildungsbündnis. „Der Ausbildungspakt ist keine Erfolgsgeschichte“, sagte Ursula Weisser-Roelle (Linke). Viele Jugendliche stünden noch immer auf der Straße oder befänden sich in Warteschleifen. „Der Pakt bleibt auch in seiner Fortsetzung ein Papiertiger“, sagte Enno Hagenah (Grünen). Allein der demografische Wandel werde für eine Entspannung auf dem Ausbildungsmarkt sorgen.

dpa

Der Rücktritt von Karl-Heinz Funke (SPD) von seinen politischen Ämtern in Jever und Varel ist nun auch amtlich. Der Ex-Bundeslandwirtschaftsminister schickte ein entsprechendes Fax an den Landkreis Friesland.

09.02.2010

Vor der dritten Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst hat die Warnstreikwelle am Montag einen Höhepunkt erreicht. Nach Angaben der Gewerkschaft ver.di traten gestern 26.000 Bus- und Straßenbahnfahrer, Erzieherinnen, Verwaltungsangestellte, Müllwerker und Krankenpfleger in acht Bundesländern in den Warnstreik.

Felix Harbart 08.02.2010

Der stellvertretende SPD-Landesvorsitzende Olaf Lies hat nach dem angekündigten Rücktritt von Landeschef Garrelt Duin einen Neuanfang auch an der Fraktionsspitze gefordert.

08.02.2010