Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen Niedersachsen hält Negativrekord bei Unfällen mit Bäumen
Nachrichten Niedersachsen Niedersachsen hält Negativrekord bei Unfällen mit Bäumen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:37 16.12.2009
Von Saskia Döhner
Gefahr am Straßenrand: Beim heutigen Verkehr sind Bäume ein riskantes Verkehrshindernis. Quelle: ddp

Damit ist Niedersachsen in der Unfallstatistik ganz oben, gefolgt vom Saarland, von Brandenburg und Sachsen. Jeder fünfte deutsche Autofahrer, der an einem Baum verunglückte und sich dabei Verletzungen zuzog, hatte seinen Unfall in Niedersachsen. Deutlich besser schnitten neben den Stadtstaaten in der Untersuchung Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Hessen ab.

In Niedersachsen seien mehr Straßen von Bäumen umsäumt als anderswo, sagte ACE-Sprecher Rainer Hillgärtner gestern. Vielleicht sei dies ein Grund für die zahlreichen Unfälle. Die meisten dieser Alleen stammten aus dem 19.Jahrhundert. „Bei dem heutigen Verkehrsaufkommen haben sie sich aber zum riskanten Hindernis entwickelt“, warnt Hillgärtner. Zwar sei die Zahl der Baumunfälle in Deutschland insgesamt seit 1995 von 25 000 auf etwa die Hälfte zurückgegangen, dies sei aber kein Grund zu Entwarnung: „Denn viele Autofahrer ziehen sich dabei schwere Verletzungen zu oder verunglücken sogar tödlich. Die Gefahr, bei einem Baumunfall zu sterben, ist fünfmal so hoch wie bei anderen Unfallarten.“

Die meisten Autofahrer rasen auf Landstraßen mit ihren Fahrzeugen gegen Bäume. „Viele Unfälle geschehen nachts, und oft ist Alkohol im Spiel“, sagt ACE-Sprecher Hillgärtner und verwies auf die sogenannten Diskounfälle. Der Autoclub machte deutlich, dass flächendeckendes Abholzen keine Lösung sei. Allerdings sollten besonders unfallträchtige Strecken begradigt und Bäume in Kurven mit Schutzplanken rundum, sogenannten Airbags, geschützt werden. Auch Überholverbote und Tempolimits mit entsprechenden Kontrollen hätten sich bewährt. Bei Neuanpflanzungen von Bäumen rät der ACE, diese eher an Rad- und Wanderwegen aufzustellen als an Straßen.

Christian Budde, Sprecher von Verkehrsminister Jörg Bode (FDP), erklärte am Dienstag, dass Alleen bei Autofahrern gemeinhin nicht als Gefahr gelten, lediglich jeder zehnte Fahrer hielte sie für gefährlich. „Bei den Baumunfällen können jedoch schon kleine Fahrfehler zum Abkommen von der Fahrbahn führen – im schlimmsten Fall mit tödlichen Folgen. Wir appellieren daher an die Verkehrsteilnehmer, entsprechend vorsichtig und vorausschauend zu fahren.“ Aufklärung und Sensibilisierung müsste schon bei den Fahranfängern beginnen.

Nach den jüngsten Störungen, Tumulten und Unterbrechungen in den Sitzungen sorgt sich der Landtag um sein Image – und vermisst Benimm-Regeln.

Klaus Wallbaum 16.12.2009

Gezwitschere mit Folgen: Mit seinem Twitter-Eintrag während einer Landtagsdebatte hatte der Abgeordnete Helge Limburg (Grüne) für einen Eklat gesorgt. Sogar ein Twitter-Verbot im Landtag ist jetzt im Gespräch.

15.12.2009

Trotz höherer Ärztehonorare und gestiegener Behandlungskosten in Krankenhäusern will die AOK Niedersachsen im Jahr 2010 keine Zusatzbeiträge von ihren Mitgliedern verlangen.

15.12.2009