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Niedersachsen Zahl der schweren Unfälle auf der A2 steigt
Nachrichten Niedersachsen Zahl der schweren Unfälle auf der A2 steigt
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15:44 25.03.2019
Lehrte: Ein zerstörter Pkw steht nach einem Unfall auf der A2 zwischen Hämelerwald und Lehrte Ost Richtung Hannover. Quelle: dpa
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Hannover

Trotz aller Prävention und vermehrter Kontrollen hat es im vergangenen Jahr deutlich mehr schwere Autobahnunfälle in Niedersachsen gegeben, insbesondere auf der A2. Die Zahl der auf Autobahnen getöteten Fahrer stieg 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 55,3 Prozent auf 59, wie Innenminister Boris Pistorius (SPD) am Montag bei der Vorlage der Verkehrsunfallstatistik mitteilte. Auf der A2 stieg die Zahl der Unfälle mit Personenschaden von 394 auf 478 und die der Getöteten von 11 auf 24. Ein Großteil der Unfälle ereignete sich im Zusammenhang mit Baustellen.

Konzept greift noch nicht

Maßnahmen des Verkehrsministeriums für eine bessere Baustellensituation und mehr Sicherheit auf der A2 griffen noch nicht optimal, sagte Pistorius. „Ein bisschen mehr Wirkung hätte ich mir natürlich erhofft.“ Um die Unfallzahl zu senken, hatte Verkehrsminister Bernd Althusmann (CDU) Ende Mai schnellere Arbeiten und einen Verzicht von Fahrstreifensperrungen angekündigt. Eine Untersuchung von A2-Baustellen hatte ergeben, dass es insbesondere vor Baustellen kracht, wo die Zahl der Fahrstreifen reduziert wird und deshalb der Verkehr stockt. Bei Kontrollen an der A2 stellte die Polizei mehr als 25 000 Verstöße fest.

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Section Control

Minister Pistorius will prüfen, ob die Schilderbrücken für die variablen Tempolimits über der A2 für das Installieren von Abstandsradar-Anlagen genutzt werden können. Die Section-Control-Technik, deren Erprobung an der B6 gerade vom Gericht aus Datenschutzgründen vorläufig gestoppt wurde und die die Geschwindigkeit auf einem längeren Abschnitt misst, bremse Raser erfolgreich aus, meinte der Minister.

Radarkontrollen in Baustellen

In Nordrhein-Westfalen gibt es an einigen Dauerbaustellen auf der Autobahn bereits fest installierte Radarfallen. Damit will Niedersachsen sich in den kommenden Monaten auch beschäftigten.

Die Zahl der zivilen Videowagen, mit denen die Autobahnpolizei Raser, Drängler und Rowdys verfolgt, filmt und anschließend aus dem Verkehr zieht, soll trotz mehr Unfällen sinken. Nicht alle ausgemusterten Wagen sollen ersetzt werden, da sich die sehr teuren Wagen nicht überall rechnen.

Weniger Unfälle, mehr Tote

Die Zahl der von der Polizei insgesamt erfassten Unfälle ist 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 1,95 Prozent auf 212 137 gesunken. Die Zahl der Unfälle mit Personenschaden liegt praktisch unverändert bei 32 931, auch die Zahl der Schwerverletzten bleibt mit 6198 nahezu auf Vorjahresniveau. Die Zahl der Verkehrstoten stieg landesweit von 403 auf 417.

Von NP/dpa