Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen Darum landen so wenige Einbrecher im Gefängnis
Nachrichten Niedersachsen Darum landen so wenige Einbrecher im Gefängnis
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:58 04.03.2019
Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Niedersachsen sinkt. Doch nur wenige Einbrecher werden verurteilt (Symbolbild). Quelle: Silas Stein/dpa
Hannover

Die Zahl der Einbrüche ist in Niedersachsen im vergangenen Jahr erneut spürbar gesunken. Der rückläufige Trend der vergangenen Jahre hat sich auch 2018 mit einer mehr als zehnprozentigen Reduzierung der Zahlen fortgesetzt. Dies steht in der polizeilichen Kriminalstatistik, die Innenminister Boris Pistorius (SPD) am Montag in Hannover vorstellt. Während die Zahl der Einbrüche 2016 noch bei etwa 16.400 lag, wurden 2017 noch 13.600 gemeldet. Zum Vergleich: 1993 lag die Zahl der Wohnungseinbrüche laut Behördenangaben noch bei 32.000.

Obwohl die Aufklärungsquote bei Wohnungseinbrüchen in der letzten Statistik für 2017 bei 23,6 Prozent lag, landete tatsächlich aber nur ein kleinerer Teil der Verdächtigten hinter Gittern. Wie aus Zahlen des Justizministeriums hervorgeht, kamen 2017 wegen Wohnungseinbruchsdiebstahls in Niedersachsen 404 Angeklagte vor Gericht. 334 davon wurden verurteilt, 23 freigesprochen und gegen 47 Angeklagte wurden die Verfahren eingestellt. Gegen wie viele mutmaßliche Einbrecher die Staatsanwaltschaften Ermittlungen einleiteten, die dann nicht zu einem Gerichtsverfahren führten, konnte das Ministerium nicht sagen.

Oft ist bei Einbrüchen die Beweislage zu dünn

Mit der sehr geringen Verurteilungsquote bei mutmaßlichen Wohnungseinbrechern hatte sich 2016 bereits das Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) in einer Studie beschäftigt. Untersucht wurden damals 3668 von der Polizei im Jahr 2010 in Berlin, Bremerhaven, Hannover, München und Stuttgart registrierte Einbrüche. Bei über zwei Dritteln aller Fälle, die von der Polizei mit der Ermittlung eines Tatverdächtigen als aufgeklärt verbucht wurden, hielt die Staatsanwaltschaft die Beweislage für zu dünn, ergab die KFN-Untersuchung. Kam es doch zu einer Anklage, so wurden rund drei Viertel der Tatverdächtigen verurteilt. Zur Überführung von Tätern erwiesen sich vor allem Fingerabdrücke und DNA-Spuren sowie Videoaufzeichnungen von Überwachungskameras als erfolgreich.

Von RND/lni

Das Landgericht Lüneburg hat eine Frau wegen Totschlags ihrer Tochter zu neun Jahren Haft verurteilt. Die Mutter hatte ihr Kind erstickt und ihr anschließend den Kopf abgetrennt. Das Baby wurde nur vier Monate alt.

01.03.2019

Ein schwerer Unfall auf der A7 bei Garlstorf (Kreis Harburg) hat am Freitagmorgen zu erheblichen Verkehrsbehinderungen in Fahrtrichtung Hamburg geführt. Ein LKW ist dort umgekippt und versperrt die Fahrbahn.

01.03.2019

Wie geht es mit dem Heisenhof in Dörverden weiter? Während der Kreis einen Abriss vorantreibt, will ein Landwirt nun das Anwesen kaufen. Der Heisenhof war jahrelang in den Schlagzeilen, weil dort ein rechtes Schulungszentrum entstehen sollte.

01.03.2019