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Niedersachsen Neues Konzept der CDU fürs Abitur
Nachrichten Niedersachsen Neues Konzept der CDU fürs Abitur
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12:41 20.05.2014
Hannover

Die niedersächsischen Schüler sollten nach Ansicht der Opposition selbst über die Länge der Schulzeit bis zum Abitur entscheiden können. Nach der FDP sprach sich am Dienstag auch die CDU-Fraktion für eine generelle Wahlfreiheit aus. Die CDU legte ein Konzept vor, das an Gymnasien das Abitur nach acht oder neun Jahren vorsieht. An Gesamtschulen soll das Abi nur nach neun Jahren möglich sein.

"Wir wollen, dass jeder Schüler im eigenen Tempo das Abitur erreichen kann", sagte CDU-Schulpolitiker Kai Seefried. SPD und Grüne hatten im März verkündet, dass Niedersachsen im Sommer 2015 zum Abitur nach 13 Schuljahren zurückkehren will. Nur besonders leistungsstarke Schüler sollen verkürzen können. Auch CDU-Politiker Seefried unterstrich, besonders gute Schüler sollten weiterhin so schnell wie bisher Abi machen können. Im Mittelpunkt des CDU-Konzepts für das schnelle Abi stehen spezielle Lerngruppen in den Jahrgängen 9 und 10.

Die G8-Schüler kämen in diesen beiden Jahren dann auf 33 bis 34 Wochenstunden, die G9-Schüler hätten nach den Ideen der Union maximal 30 Unterrichtsstunden und keinen Pflichtunterricht am Nachmittag. "Die G8-Lerngruppen sind ein Angebot für Schüler, die sich ein höheres Lernpensum zutrauen", sagte Seefried. Die Mädchen und Jungen könnten sich dort auf ein Überspringen des Schuljahrgangs 11 vorbereiten. Die CDU hofft, mit dem flexibleren Modell auch die Gymnasien gegen die wachsende Konkurrenz von Gesamtschulen mit Oberstufe schützen zu können. Die Gymnasien erhielten so ein Alleinstellungsmerkmal, da sie dann die einzige Schulform seien, die das schnelle Abi anbieten würden.

Das Turbo-Abi in Niedersachsen war unter der CDU/FDP-Regierung eingeführt worden, erst 2011 war der erste Schülerjahrgang nach acht Jahren Gymnasium entlassen worden. Schon kurz nach der Einführung war das Turbo-Abi aber wegen des hohen Lernstresses auf massiven Widerstand gestoßen. Auch in anderen Bundesländern gibt es Kritik an der Verkürzung der Schulzeit.