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Niedersachsen Nach Zulassung von E-Scootern: Gibt es Probleme in Niedersachsen?
Nachrichten Niedersachsen Nach Zulassung von E-Scootern: Gibt es Probleme in Niedersachsen?
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11:13 13.07.2019
ARCHIV Quelle: Christoph Soeder/dpa
Hannover

Seit bald einem Monat dürfen Elektro-Tretroller in Deutschland herumdüsen - auf den Straßen in Niedersachsen und Bremen verzeichnet die Polizei damit aber bisher keine größeren Probleme. Mehr noch: Während in München erst vor kurzem ein Scooterfahrer betrunken in ein Polizeiauto krachte, gibt es in den großen Städten in Niedersachsen bisher kaum Menschen, die so ein Fahrzeug überhaupt nutzen. Allerdings stehen in Hannover und Göttingen schon Firmen in den Startlöchern, die die flotten Flitzer verleihen wollen - dann dürfte auch die Zahl der Zwischenfälle zunehmen.

Hannover: In der Landeshauptstadt gibt es nach Beobachtung der Polizei seit der offiziellen Freigabe nur wenige Menschen, die E-Scooter nutzen. Auch zu Unfällen ist noch nichts bekannt geworden. „Aus den Dienststellen sind bislang keine Unfälle gemeldet worden“, sagt Polizeisprecher Thorsten Schiewe. Vereinzelt habe es Verstöße von Nutzern gegeben. „Das waren im Wesentlichen Verstöße gegen das Pflichtversicherungsgesetz.“ Auch einige Verkehrsordnungswidrigkeiten seien beobachtet worden - mehr nicht.

Braunschweig: Die Einführung der E-Tretroller ist dort nach Angaben von Polizeisprecher Stefan Weinmeister völlig unproblematisch gelaufen. Der Polizei seien bisher keine Unfälle bekannt. Allerdings wurden einige Fahrer gestoppt, weil sie ohne Versicherungsnachweis unterwegs waren. „Wie sich die Situation auf den Straßen entwickelt, wird sich erst zeigen, wenn jetzt das Verleihgeschäft zunimmt“, sagt Weinmeister.

Oldenburg: Dort hat die Polizei bisher keine Zwischenfälle mit E-Scootern zu verzeichnen. Sprecher Stephan Klatte sagt: „Unfälle gab es diesbezüglich bislang nicht.“ Auch andere Erfahrungswerte mit E-Tretrollern gibt es in Oldenburg noch nicht.

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Lüneburg: „Einzelne E-Scooter wurden schon gesichtet, aber es gab noch keine größeren Zwischenfälle“, sagt Sprecher Kai Richter von der Polizeiinspektion. Anders als in großen Städten wie Hamburg gebe es auch noch keine Verleiher. Zudem dauere die Zulassung der Scooter auch eine Weile. Und in Lüneburg kommt hinzu: Das Kopfsteinpflaster in der Altstadt ist für Rollerfahrer eher unattraktiv.

Im Video: Sind E-Scooter das nächste große Ding im Straßenverkehr?

Göttingen: In der Studentenstadt gibt es zwar schon Interesse von Firmen, dort Scooter vermieten. Doch bei der Polizei heißt es: Zwischenfälle mit den flotten Flitzern hat es bisher nicht gegeben.

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Osnabrück: Fehlanzeige auch hier - es gibt kaum Scooterfahrer im Stadtbild. „Es gibt noch keinerlei Erfahrungen mit E-Tretrollern bei uns“, sagt Polizeisprecher Frank Oevermann. „Wir können dazu noch gar keine Aussage machen, weil uns noch keine Zahlen vorliegen.“

Bremen: In der Hansestadt sind bislang nach Polizeiangaben keine Zwischenfälle mit E-Scootern gemeldet worden. Menschen, die auf elektrischen Tretrollern über Radwege oder Straßen sausen, sind noch die absolute Ausnahme. „Sie tauchen nur vereinzelt im Stadtbild auf“, sagt ein Polizeisprecher. „Bislang spielen solche Fahrzeuge für die Polizei Bremen lediglich eine untergeordnete Rolle.“

Im Video: Wie gefährlich sind E-Scooter?

Von RND/dpa