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Niedersachsen Pistorius muss nach Panne im Verfassungsschutz handeln
Nachrichten Niedersachsen Pistorius muss nach Panne im Verfassungsschutz handeln
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18:50 16.11.2018
Nach Verfassungsschutz-Panne: Innenminister Boris Pistorius hat noch keine personellen Konsequenzen gezogen. Quelle: dpa
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Hannover

Es ist nicht nur eine Panne, sondern ein echter Skandal, der am Dienstagabend öffentlich wurde. Ein V-Mann des Verfassungsschutzes wurde enttarnt. Grund: Aus der eigentlich im Geheimen agierenden Behörde flossen brisante Informationen nach außen.

Der offensichtliche Fehler wird weiterhin verschleiert, statt offensiv in die Aufklärung zu gehen. Klare personelle Konsequenzen an der Spitze werden vorerst nicht gezogen.

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Schweigen könnte für Pistorius gefährlich werden

Doch je länger dieses Aussitzen dauert, umso gefährlicher wird es – vor allem für Boris Pistorius. Bestätigen sich die Vorwürfe, wird der Innenminister nicht mehr darum herumkommen, sich von Verfassungsschutzpräsidentin Maren Brandenburger zu trennen. Denn diese steht in der Verantwortung für offenkundiges Organisationsversagen. Schließlich muss man sich vor Augen führen, dass der Verfassungsschutz seine eigene Quelle dem Gegner ausgeliefert hat.

Es geht um mehr als erheblichen Imageschaden

Dabei geht es um mehr als einen erheblichen Imageschaden. Vertrauenspersonen fürchten um ihren Schutz. Und das, obwohl der Geheimdienst gerade von der Geheimhaltung lebt.

Viel heikler kann es kaum noch werden. Sollten allerdings noch weitere Pannen bekannt werden, könnte dies sogar Pistorius in ernsthafte Schwierigkeiten bringen. Zumindest, wenn er sich nicht im Vorfeld von der Behördenchefin getrennt hätte.

 Denn dann stünde sein Name für Führungsschwäche. Und das kann sich ein Innenminister wirklich nicht leisten.

Von Mandy Sarti