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Niedersachsen Missbrauchsvorwürfe gegen Schaumburger Lehrer: Jugendamt erfuhr es aus den Medien
Nachrichten Niedersachsen Missbrauchsvorwürfe gegen Schaumburger Lehrer: Jugendamt erfuhr es aus den Medien
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12:43 16.06.2019
Symbolbild: Der Stadthäger Lehrer soll sein eigenes Kind missbraucht haben. Quelle: dpa
Stadthagen

Wie Anfang Juni bekannt wurde, hat ein Stadthäger Lehrer hat sein eigenes Kleinkind sexuell missbraucht. US-Ermittler hatten den Fall aufgedeckt, doch die zuständigen Behörden wurde erst lange nach den ersten Hinweisen aus den USA informiert. Kreis und Jugendamt erfuhren aus den Medien und durch die Landesschulbehörde von den Vorgängen, sagt Klaus Heimann, Sprecher des Landkreises Schaumburg, also um den 8. Juni herum. Die Info von der Behörde kam „ein bisschen früher“, ergänzt der Pressesprecher der Kreisverwaltung gegenüber den Schaumburger Nachrichten. Zur Reihenfolge: Die US-Ermittler haben Mitte Mai die Staatsanwaltschaft alarmiert, die Staatsanwaltschaft die Polizei, die Polizei die Schule, die Schule die Landesschulbehörde in Lüneburg und die wiederum das Jugendamt.

Am 15. Mai wurde das Haus des Lehrers durchsucht. Die hiesige Polizei setzte nach Angaben von Sprecher Axel Bergmann die betroffene Schule einen Tag nach der Verhaftung am 29. Mai in Kenntnis über die Ermittlungen. Offenbar ist also nochmal rund eine Woche vergangen, bevor das Jugendamt Bescheid wusste. Um wie viele Tage es genau geht, ist nicht zu erfahren. Die Landesschulbehörde verweist auf das laufende Verfahren und will mit dieser Begründung keinerlei Angaben zum Fall machen.

Kein Anlass zur Kritik an Schulbehörde

Und die Staatsanwaltschaft? „Wann sie sich an die Öffentlichkeit oder eine andere Behörde wendet, hängt von ihrer Einschätzung ab“, sagt Kreissprecher Heimann. Auf die Frage, ob die Kreisverwaltung die Einschätzung aus Hannover in diesem Fall teile, ergänzt er: „Es gibt nach heutigem Wissensstand für uns keinen Anlass zur Kritik.“

Mit dem Hinweis aus den USA hat zunächst ein Anfangsverdacht bestanden, sagt der hannoversche Oberstaatsanwaltschaft Thomas Klinge. Dieser habe zur Hausdurchsuchung geführt. „Wir können unseren Ermittlungsstand nicht vor der Durchsuchung offenlegen“, erklärt Klinge.

„Gefahr war aus dem Haus“

In beschlagnahmten Datenträgern des Lehrers kam wie berichtet offenbar Material zutage, das den Lehrer beim sexuellen Missbrauch seines eigenen Kleinkindes zeigt. Es führte zur sofortigen Verhaftung des Mannes. Klinge: „Damit war die Gefahr sowieso aus dem Haus.“

Von RND/Jan-Christoph Prüfer

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