Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen McAllister ist in Niedersachsen hoch beliebt, aber ohne Partner
Nachrichten Niedersachsen McAllister ist in Niedersachsen hoch beliebt, aber ohne Partner
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:18 26.01.2012
Von Michael B. Berger
McAllister ist beliebt, aber ohne starken Partner.
McAllister ist beliebt, aber ohne starken Partner. Quelle: dpa
Anzeige
Hannover

Wenn am nächsten Sonntag Landtagswahl wäre, bliebe die CDU mit 36 Prozent stärkste Kraft im Lande.  Allerdings hätte David McAllister keinen Koalitionspartner mehr. Denn die FDP würde mit drei Prozent an der Fünfprozenthürde scheitern. Dies ist eines der Ergebnisse des neuesten Niedersachsenstrends – einer Umfrage, die „Hallo Niedersachsen“ (NDR) in Auftrag gegeben hat. Infratest dimap befragte zwischen dem 20. bis 24. Januar 1001 Niedersachsen nach ihren politischen Ansichten. Ihr Fazit: Trotz der Diskussion um Christian Wulff und der anhaltenden Euro-Krise falle die Grundstimmung in Niedersachsen „eher positiv aus“.

Würde jetzt gewählt, würde aus dem Fünf-Parteien-Parlament im Leineschloss ein Vier-Parteien-Parlament. Die Liberalen würden den Einzug verpassen, während sich die seit vier Jahren im Landtag vertretene Linkspartei mit 5 Prozent gerade noch in den Landtag retten könnte. Die SPD wäre mit 32 Prozent zweitstärkste Kraft, läge aber noch vier Punkte hinter den Christdemokraten, während die Grünen mit 17 Prozent vertreten wären (ein Minus von fünf Punkten gegenüber der Umfrage vom Mai 2010). Doch für eine absolute rot-grüne Mehrheit würde es reichen.

Sieger dieser Umfrage ist ohne Zweifel Ministerpräsident David McAllister. „Das gute Abschneiden der CDU liegt nicht zuletzt in der Person des Ministerpräsidenten begründet“, schreiben die Wahlforscher. McAllister sei der weitaus beliebteste Landespolitiker. Mit seinem Wirken seien derzeit zwei Drittel der Niedersachsen zufrieden (65 Prozent). Würde heute eine Direktwahl zwischen McAllister und dem hannoverschen Oberbürgermeister Stephan Weil stattfinden, der erst seit wenigen Monaten Spitzenkandidat der SPD ist, hätte Weil keine Chance. Obwohl Weil angesehen ist, käme er nur auf 27 Prozent, während sich für McAllister doppelt so viele Befragte aussprachen.

Bei den Parteikompetenzen wird den Christdemokraten am ehesten zugetraut, den Wirtschaftsstandort zu sichern (50 Prozent), während die SPD als Anwältin der sozialen Gerechtigkeit (47 zu 22 Prozent) betrachtet wird. Die Grünen gelten als Umweltschutzpartei, während die Linke in ihren vier Landtagsjahren „kein ausgeprägtes landespolitisches Profil vorzuweisen“ habe, meinen die Wahlforscher. Deprimierend ihr Befund über die FDP. Sie verfüge in der Wahrnehmung der Niedersachsen „aktuell über kein nennenswertes Sachprofil“.

Die Umfrage bestätige die gute Arbeit der Regierung McAllister, erklärte CDU-Fraktionschef Björn Thümler, während SPD-Herausforderer Stephan Weil von einem „klaren Regierungsauftrag für Rot-Grün“ sprach. „Die Umfrage ist nur eine Momentaufnahme“, hieß es bei der FDP.  

Mehr zum Thema

Der hannoversche Oberbürgermeister Stephan Weil ist neuer SPD-Landesvorsitzender. Weil wurde mit 95,5 Prozent der Stimmen auf einem Landesparteitag in Oldenburg gewählt. Er ist auch Spitzenkandidat der SPD für die Landtagswahl 2013.

Michael B. Berger 20.01.2012

Im Streit über die Kreditaffäre von Bundespräsident Christian Wulff hat sich die CDU im niedersächsischen Landtag bereit erklärt, der Opposition bis zur letzten Frage Rede und Antwort zu stehen. Die zeitliche Beschränkung für dringliche Anfragen wurde für die Landtagssitzung am Donnerstag daher aufgehoben. Ministerpräsident McAllister vermied in einer Stellungnahme eine Parteinahme für Wulff.

19.01.2012
Niedersachsen Linke sehen „Parteien-Hopping“ - Grüne und Piraten sind im Höhenflug

Mit den Grünen und den Piraten geht es auch in Niedersachsen weiter bergauf. Prozentual gesehen, hatten die beiden Parteien im vergangenen Jahr die stärksten Mitgliederzuwächse. Auch die Linken verbuchen ein Plus, CDU und SPD jeweils ein leichtes Minus.

14.01.2012