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Niedersachsen Manfred Sohn neuer Chef der niedersächsischen Linkspartei
Nachrichten Niedersachsen Manfred Sohn neuer Chef der niedersächsischen Linkspartei
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23:47 21.11.2010
Manfred Sohn
Manfred Sohn Quelle: dpa
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Sohn löst Diether Dehm (60) ab, der nach sieben Jahren nicht wieder kandidiert hatte. In die Doppelspitze wiedergewählt wurde zudem die bisherige Landesvorsitzende Giesela Brandes-Steggewentz (61) mit 67 Prozent der Stimmen. Neue Geschäftsführerin des rund 3500 Mitglieder starken Landesverbandes wurde Maren Kaminski (31) mit knapp 81 Prozent.

Sein Bundestagsmandat will Dehm nicht aufgeben. Ob der Musikproduzent, Autor und Liedermacher bei der Bundestagswahl 2013 erneut für die niedersächsische Linke als Spitzenkandidat ins Rennen geht, ist offen. Dehm sieht jedoch auch nach dem Wechsel an der Landesspitze gute Zeiten auf die Partei zukommen - etwa bei der Kommunalwahl im kommenden Jahr. Mit Blick darauf verabschiedete der Parteitag das 46-seitige Rahmenwahlprogramm „Gemeinde ist Zuhause - Für l(i) ebenwerte Kommunen. Kein Fraß für Finanzhaie - Solidarität statt Spaltung.“

In seiner Abschiedsrede warb Dehm für die Rekommunalisierung von privatisierten öffentlichen Einrichtungen. Die Linke müsse vor dem Kommunalwahlkampf 2011 „Appetit auf öffentliches Eigentum gemacht haben“, sagte Dehm. Das Austrocknen der Kommunen gefährde die Demokratie. Die Rekommunalisierung solle daher zum Streit- und Verhandlungsthema mit der SPD werden. Eine Volksabstimmung mit künftigen parlamentarischen Bündnispartnern über die Umwandlung der Deutschen Bank nach dem Ebenbild der öffentlich-rechtlichen Sparkassen „wäre ein befreiendes Aufatmen auch für uns Deutsche“. dpa