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Niedersachsen „MSC Zoe“: Wetter verzögert Container-Bergung in der Nordsee
Nachrichten Niedersachsen „MSC Zoe“: Wetter verzögert Container-Bergung in der Nordsee
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17:54 12.01.2019
Container, die der Frachter «MSC Zoe» in der Nordsee verloren hat. Quelle: Netherlands Coast Guard
Hannover

Ein Spezialschiff ist zur Bergung von Containern des Frachters „MSC Zoe“ am Sonnabend in der Nordsee vor der Ems-Mündung eingetroffen. Die „Atlantic Tonjer“ mit einem 50-Tonnen-Kran an Bord soll im niederländischen Auftrag so rasch wie möglich einen ersten Container aufnehmen, der im Fahrwasser der Ems liegt. Zunächst blieb nach Angaben des niederländischen Ministeriums für Infrastruktur und Wasserwirtschaft noch unklar, ob dies angesichts stürmischen Wetters möglich ist.

Nach Einschätzung des deutschen Havariekommandos kann erst Montag mit der Bergung begonnen werden. Ein zweites Erkundungsschiff, das ebenso wie das Bergungsschiff in der Nacht zum Sonnabend vom Hafen Ijmuiden in Richtung Ems-Mündung auslaufen sollte, blieb wegen des schlechten Wetters zunächst im Hafen.

Bergung dauert wohl mehrere Monate

Die „MSC Zoe“ hatte auf dem Weg nach Bremerhaven in der Nacht zum 2. Januar 291 Container verloren, darunter zwei mit gefährlichen Stoffen. Diese wurden noch nicht geortet. Insgesamt wurden bisher laut niederländischen Angaben 238 Container lokalisiert. Die meisten Container liegen auf dem Meeresboden nördlich der niederländischen Wattenmeer-Inseln auf der stark befahrenen Route des Frachtverkehrs, etwa 20 wurden bei Borkum geortet. 18 Container sowie deren Inhalt waren an den Stränden angespült worden.

Bis zu 270 Container hat die „MSC Zoe“ auf See verloren, der größte Teil gilt noch als verschollen. Das könnte sich ändern – mit Auswirkungen für Borkum, Juist und Norderney.

Die Bergung aller Container wird vermutlich mehrere Monate dauern. Die niederländischen Behörden haben eine Untersuchung zu den Ursachen des Unglücks und möglichen Langzeitschäden für die Umwelt eingeleitet. Auch die Staatsanwaltschaft ermittelt. Nach Medienberichten, die sich auf niederländische Fischer berufen, soll der Frachter mit einem Tiefgang von 16 Metern eine Abkürzung genutzt haben, die nur 17 Meter tief ist.

Die Schweizer Reederei MSC hatte zugesichert, die Kosten für Bergung und Säuberung der Strände zu übernehmen. Allein auf den ostfriesischen Inseln wurden bereits tonnenweise Ladungsreste und Müll angespült. Auf Borkum sind zahlreiche Helfer, darunter Behördenmitarbeiter, Freiwillige, Urlauber und Umweltorganisationen als Müllsammler im Einsatz.

Von RND/dpa

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