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Landesarmutskonferenz fordert: Mindestlohn sofort auf 13 Euro erhöhen

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12:27 20.12.2021
Der Mindestlohn muss sofort angehoben werden, fordert die Landesarmutskonferenz Niedersachsen.
Der Mindestlohn muss sofort angehoben werden, fordert die Landesarmutskonferenz Niedersachsen. Quelle: epd/Christian Ohde
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Hannover

Die Landesarmutskonferenz Niedersachsen fordert die sofortige Anhebung des Mindestlohns auf 13 Euro. Zudem müssten prekäre Arbeitsverhältnisse durch Regulierung von Leiharbeit, Werkverträgen, Befristungen und Minijobs abgeschafft werden, sagte der Geschäftsführer der Armutskonferenz, Klaus-Dieter Gleitze, am Montag in Hannover. Der gegenwärtige Mindestlohn beträgt 9,60, die neue Bundesregierung will ihn auf 12 Euro erhöhen.

Nach Angaben der Landearmutskonferenz arbeiteten fast acht Millionen Menschen und damit 21 Prozent aller Arbeitnehmer 2021 in Deutschland unterhalb der Niedriglohngrenze von 12,27 Euro in der Stunde. Damit habe Deutschland den drittgrößten Niedriglohnsektor in der EU. Dies sei ein „Skandal in einer der reichsten Gesellschaften der Erde“.

„Der Niedriglohnsektor von Heute ist die Altersarmut von Morgen“

Dabei reichten 12,27 Euro angesichts hoher Inflationsquoten, explodierender Energiepreise und ständig steigender Mieten in Ballungsräumen trotz Vollzeitarbeit vorne und hinten nicht zum Leben, betonte Gleitze. Vollends prekär werde die Lage bei Teilzeitbeschäftigten, hier seien viele alleinerziehende Frauen betroffen. Mit dem realen Mindestlohn von 9,60 Euro liege ein Single in der Steuerklasse 1 bei Vollzeitbeschäftigung mit einem Nettoverdienst von rund 1.160 Euro sogar nur knapp über der Armutsgrenze von 1. 074 Euro.

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Von dpa/okz