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Niedersachsen Land will für Intercity kämpfen
Nachrichten Niedersachsen Land will für Intercity kämpfen
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08:24 17.08.2009
Niedersachsen will für Intercity kämpfen. Quelle: Vedder/ddp
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„Da lassen wir die Bahn nicht aus der Verantwortung“, sagte Verkehrsminister Philipp Rösler (FDP). „Da werden wir auch für jede einzelne Haltestelle kämpfen müssen.“

Befürchtet wird unter anderem vom Fahrgastverband Pro Bahn, dass die Linien von Hannover und dem Ruhrgebiet nach Emden und Norddeich in absehbarer Zeit wegfallen. Die Züge sind außerhalb der Feriensaison nicht gut besetzt.

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Welche Schwierigkeiten die Streichung von Haltepunkten im Fernverkehr der Bahn nach sich zieht, zeige sich zwischen Hannover und Göttingen, wo IC-Stopps in Northeim und Kreiensen entfallen, erklärte der Minister. Das Land springt dort zwar mit zusätzlichen Regionalzügen ein, das sei aber nicht für alle Reisenden optimal. „Da wo wir können, versucht die Landesnahverkehrsgesellschaft Ausgleich anzubieten.“ Das Land habe dafür aber nur in beschränktem Umfang Geld.

Auch beim Güterverkehr sieht Rösler die Deutsche Bahn in der Pflicht, die Zusagen zur Anbindung des JadeWeserPorts in Wilhelmshaven einzuhalten. „Wir sind erst zufrieden, wenn die Bahnlinie steht: Doppelgleisig, elektrifiziert und mit Lärmschutz“, sagte Rösler. „Solange werden wir in Berlin nerven.“

Nach der Bundestagswahl will Niedersachsen auf ein Sonderprogramm für den Ausbau der Infrastruktur von Schiene, Straße und Binnenschifffahrt im Norden pochen. „Als künftigen Bundesverkehrsminister würde ich mir jemanden wünschen, der für Norddeutschland denkt, für die neue Wirtschaftsachse Küste“, sagte Rösler.

lni

Klaus Wallbaum 16.08.2009
Klaus Wallbaum 16.08.2009