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Niedersachsen Klimafreundliches Bauen: Niedersachsen setzt auf Holz
Nachrichten Niedersachsen Klimafreundliches Bauen: Niedersachsen setzt auf Holz
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17:03 30.09.2019
Packen gemeinsam an: Umweltminister Olaf Lies (SPD) und Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) schrauben an einem Holzhaus zwischen den beiden Ministerien an der Calenberger Straße (Calenberger Neustadt). Es soll ein Beispiel für umwelt- und klimaschonendes Bauen sein. Quelle: Foto: Dröse
Hannover

Der Wind fegt heftig über das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium hinweg. Dass Sturm „Mortimer“ und damit die nächste Extremwetterlage an diesem Montag auch in Hannover zu spüren ist, ist wie ein Symbol für die Pläne von Umweltminister Olaf Lies (SPD) und Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU). Denn in Sachen Klimaschutz will man die nächste Weiche stellen – den Hausbau mit Holz erleichtern.

„Wir müssen den Holzbau und damit nachhaltiges Bauen vorantreiben“, sagt Lies, während er vor einem Holzhaus steht, das zwischen den beiden Ministerien errichtet wurde. Noch bis Donnerstag können sich Bürger der Stadt dort darüber informieren, wie umwelt- und klimaschonendes Bauen funktioniert. „Viel zu häufig wird vergessen, dass wir derzeit Materialien einsetzen, die unter hohem energetischen Aufwand hergestellt werden und uns langfristig vor Entsorgungsprobleme stellen“, mahnt der Minister an.

In Niedersachsen liegt der Anteil bei Neubauten aus Holz bei 10,60 Prozent. Um den zu erhöhen und gleichzeitig auch den Wohnungsbau voranzubringen und der Wohnungsnot entgegenzuwirken, strebt er deswegen eine Änderung der Musterbauordnung an.

Baden-Württemberg als Vorbild

Bereits auf der Bauministerkonferenz in der vergangenen Woche hatte er sich mit seinen Amtskollegen aus den anderen Ländern darauf verständigt, dass man die Hürden für den Bau mit Holz senken wolle. Künftig soll es deswegen möglich sein, den Rohstoff Holz auch für Hochhäuser einzusetzen, die bis zu 21 Meter hoch sind. Derzeit ist bei einer Gebäudehöhe von 13 Metern Schluss. Dabei nimmt man sich ein Beispiel an Baden-Württemberg. Dort liegt der Anteil an Holzhäusern bei mehr als 30 Prozent.

Karl Hoffmeister vom Verband niedersächsischer Zimmermeister verspricht sich viel von einer Änderung in Niedersachsen. „Sie kann einen erheblich Beitrag dazu leisten, dass Bauen mit Holz künftig beschleunigt und kostengünstiger wird.“ Die aktuelle Regelung sehe Bauschutzregelungen vor, die nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entsprechen und das Prozedere lähmen. Dies müsse dringend geändert werden. Bauen mit Holz lasse sich im Vorfeld besser planen und am Ende schneller umsetzen.

Doch ob die Änderung tatsächlich so schnell erfolgt, bleibt fraglich. Eine Mitarbeiterin des Umweltministeriums teilte am Mittag im Bauausschuss mit, dass eine Änderung der Musterbauordnung eineinhalb bis zwei Jahre dauern könne.

Von Mandy Sarti

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