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Niedersachsen Kita-Fachkräfte fehlen – Personal in Niedersachsen stark aufgestockt
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Kita-Fachkräfte fehlen: Niedersachsen stockt Personal auf

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10:32 24.08.2021
Vielen Kitas fehlen die Fachkräfte, das Land Niedersachsen hat nun aufgestockt.
Vielen Kitas fehlen die Fachkräfte, das Land Niedersachsen hat nun aufgestockt. Quelle: Sebastian Kahnert
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Gütersloh

Für eine kindgerechte Personalausstattung bei gleichzeitigem Kitaplatzausbau fehlen einer aktuellen Studie zufolge bis 2030 bundesweit mehr als 230 000 Erzieher und Erzieherinnen. Das geht aus am Dienstag vorgelegten Analysen der Bertelsmann-Stiftung hervor. Die Lücke zwischen voraussichtlichem Angebot an Fachkräften und dem prognostizierten Bedarf lasse sich dieses Jahrzehnt nicht vollständig schließen, so die Autorinnen der Studie.

In Niedersachsen ist laut Prognose aber voraussichtlich genug Personal vorhanden, um genügend Kita-Plätze anzubieten. Zwischen 2011 und 2020 habe ein enormer Ausbau des frühkindlichen Bildungssystems zu einem Anstieg des Kita-Personals um 61 Prozent auf 58 189 Beschäftigte geführt; in den Horten seien es rund 48 Prozent bzw. 3959, wie aus der Studie hervorgeht.

Hingegen ließe sich in Bremen der Bedarf an Plätzen nicht decken, ohne über die bis 2030 prognostizierten Ausbildungskapazitäten hinaus zusätzliche Fachkräfte auszubilden. Die Prognosen zeigten dagegen, dass es bei zusätzlichen Anstrengungen durchaus realistisch sei, das Ost-West-Gefälle noch in diesem Jahrzehnt aufzulösen: Noch immer gibt es im Westen zu wenig Plätze, während im Osten eine Fachkraft deutlich zu viele Kinder betreut.

Massiver Kitaplatzausbau in den vergangenen Jahren

Die aktuellsten Daten der Bertelsmann-Stiftung belegen für das vergangene Jahrzehnt bereits einen „enormen quantitativen sowie qualitativen Ausbau des frühkindlichen Bildungssystems“. So arbeiteten 2020 mehr als 635 000 Fachkräfte in Kitas - ein Anstieg um 61 Prozent im Vergleich zu 2011.

Der Personalzuwachs liegt am massiven Kitaplatzausbau: Fast 61 Prozent der Kinder bis sechs Jahre besuchen inzwischen eine Kita oder andere vorschulische Einrichtung - ein Anstieg von 22 Prozent seit 2011. Die größten Sprünge gab es im Westen bei den Unter-Dreijährigen: 2020 hatten 31 Prozent der jüngeren Kinder einen Betreuungsplatz, 2011 waren es knapp 20 Prozent. In Niedersachsen sieht es ähnlich aus: 32,9 Prozent stehen 19,1 in 2011 gegenüber; in Bremen sind es 29,0 zu 19,6.

Verbessert haben sich auch die Personalschlüssel in den allermeisten Bundesländern. Im Durchschnitt kümmert sich in deutschen Kindergärten eine Fachkraft um 8,7 Kinder (2013: 9,6). In Krippengruppen kommt eine Erzieherin auf 4,1 Kinder (2013: 4,1). Die Zahlen entsprechen in etwa denen in Niedersachsen, in Bremen fallen sie noch besser aus. Gleichwohl erreiche die Personalausstattung noch nicht bei allen Gruppentypen die wissenschaftlichen Empfehlungen für eine kindgerechte Qualität.

Von RND/lni