Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen Islamisten in Niedersachsen – 43 Menschen im Aussteigerprogramm
Nachrichten Niedersachsen Islamisten in Niedersachsen – 43 Menschen im Aussteigerprogramm
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:46 06.02.2019
Niedersachsens Verfassungsschutzpräsident Bernhard Witthaut: „Repression und Prävention müssen Hand in Hand gehen, um Extremismus wirksam zu bekämpfen.“ Quelle: dpa
Hannover

Bei dem vor gut zwei Jahren gestarteten Aussteigerprogramm für Islamisten in Niedersachsen sind bislang 43 Menschen betreut worden. Das teilte der Verfassungsschutz in Hannover mit. Die Teams, die ausstiegswillige Islamisten unterstützen, verfügen über pädagogische und sicherheitsbehördliche Expertise. Die Fachleute arbeiten im Rahmen der Kompetenzstelle Islamismusprävention Niedersachsen zusammen.

„Aktion Neustart“ ist nach Angaben des Verfassungsschutzes das einzige staatliche Aussteigerprogramm, das die sozialen Medien konsequent zur Werbung für den Ausstieg und auch für die proaktive Ansprache nutzt. Seit August 2018 gibt es überdies das niedrigschwellige Angebot der Onlineberatung. Wie stark dieses Angebot genutzt wird, kann der Verfassungsschutz noch nicht sagen. Das Aussteigerprogramm wurde 2010 bereits mit Blick auf den Rechtsextremismus gestartet. Seitdem wurden insgesamt 101 Ausstiegsfälle aus dem rechten Spektrum betreut.

Zahl der Salafisten in Niedersachsen unverändert

Die Extremismusprävention ist am Mittwochabend auch Thema einer Fachtagung des Verfassungsschutzes in Hannover. Repression und Prävention müssten Hand in Hand gehen, um Extremismus wirksam zu bekämpfen, sagte Niedersachsens neuer Verfassungsschutzpräsident Bernhard Witthaut im Vorfeld der Tagung. Ein grundlegendes Instrument der Prävention sei die Ausstiegsarbeit. Sie helfe nicht nur der einzelnen Person, sich von extremistischer Ideologie und Szene zu lösen und einen neuen Weg einzuschlagen. „Jede einzelne Aussteigerin und jeder Aussteiger schwächt die extremistischen Szenen und trägt damit zu unser aller Sicherheit bei.“

Während die Zahl der Salafisten in Niedersachsen bei rund 880 stagniert, kehrt eine wachsende Zahl der in die Kampfgebiete nach Syrien oder den Irak aufgebrochenen Islamisten zurück. Mit weiteren Rückkehrern ist nach Angaben des Verfassungsschutzes zu rechnen, auch mit Minderjährigen, die zumeist mit ihren Eltern ausgereist sind oder in Syrien oder dem Irak geboren wurden.

Von RND/lni

Die Polizei hat in Stadthagen einen 59-jährigen Autofahrer gestoppt. Bei der Kontrolle stellte sich nicht nur heraus, dass der Mann keinen Führerschein hat. Am Ende musste der Stadthäger fast noch ins Gefängnis.

06.02.2019

Wieder hat sich ein tödlicher Unfall mit einem Lastwagen auf einer niedersächsischen Autobahn ereignet: Auf der A1 bei Wildeshausen ist ein 52-Jähriger mit seinem Gespann ungebremst auf ein Stauende aufgefahren.

05.02.2019

Nach dem jahrelangen Kindesmissbrauch auf einem Campingplatz in Lügde an der Grenze zu Niedersachsen wird auch die Rolle der Jugendämter untersucht. Jetzt bezog der Landrat des Landkreises Hameln-Pyrmont Stellung.

05.02.2019