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Niedersachsen Ministerpräsident Weil: Corona ist jetzt „eine Pandemie der Ungeimpften“
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Im Livestream: Die neue Corona-Verordnung für Niedersachsen

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14:38 24.08.2021
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD).
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Quelle: Julian Stratenschulte/dpa (Archiv)
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Hannover

Die niedersächsische Landesregierung nimmt mit der neuen Corona-Verordnung, die vom morgigen Mittwoch an gelten soll, eine neue Schwerpunktsetzung vor. „Es ist ab jetzt eine Pandemie der Ungeimpften“, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) am Dienstagmittag bei der Vorstellung des Regelwerks und schob eine Präzisierung nach: „Eine Pandemie der ungeimpften Erwachsenen“, denn für Kinder unter zwölf gebe es noch keine Impfmöglichkeit.

Aktuell 155 freie Intensivbetten für Corona-Patienten in Niedersachsen

Weil erklärte, dass künftig nicht mehr allein mit der Inzidenzzahl, sondern mit drei Kriterien gearbeitet werde, um die Risikolage zu bestimmen. So werde nun zusätzlich der Blick auf die Bettenbelegung in Krankenhäusern und besonders auf die verfügbaren Kapazitäten der Intensivbetten gerichtet werde. Am Dienstag wurden in Niedersachsen 38 Menschen mit einer Corona-Infektion behandelt, 20 von ihnen wurden auf Intensivstationen invasiv beatmet. Landesweit gab es am Dienstag 155 freie Intensivbetten, die speziell für Covid-Patienten ausgestattet sind. Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) sagt dazu: „Damit steht unsere Warnampel heute auf Grün.“

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Weil legte weiter dar, dass bislang nur für die unterste der künftig vorgesehenen drei Warnstufen konkrete Regelungen erarbeitet seien. Diese ergeben sich aus der neuen Verordnung. Für die beiden höheren Warnstufen sind hingegen noch keine Maßnahmen definiert. Der Ministerpräsident machte aber auch klar. „Geimpfte und Genesene, von denen kein Risiko mehr ausgeht, werden auch von den Einschränkungen im Wesentlichen nicht mehr betroffen sein.“ Dreiviertel der Bürgerinnen und Bürger werden nach Weils Aussage von Testpflichten unberührt sein. Darunter fielen auch die Schüler etwa bei einem Restaurantbesuch. Schließlich würden Schüler in der Schule regelmäßig getestet.

In Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen ein bestimmtes Infektionsgeschehen festgestellt wird, soll der Zugang zu bestimmten Einrichtungen, Veranstaltungen oder Leistungen auf geimpfte, genesene und getestete Menschen (3G) beschränkt werden. Das heißt: Wer nicht gegen das Coronavirus geimpft oder kürzlich genesen ist, muss sich testen lassen, bevor er zum Beispiel den Innenbereich eines Restaurants, Hotels oder Fitnessstudios betritt.

Unabhängig vom Infektionsgeschehen soll die 3G-Regel demnach in denjenigen Bereichen gelten, in denen ein hohes Risiko für Mehrfachansteckungen besteht - etwa bei Großveranstaltungen oder in Diskotheken. Kontrolliert werden soll die Nachweise von Veranstaltern und Betreibern.

Die neue Verordnung soll zunächst für einen Monat gültig sein und regelmäßig überprüft werden.

Von RND/dpa