Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen Hannover: Donnerstag Warnstreik an der MHH
Nachrichten Niedersachsen Hannover: Donnerstag Warnstreik an der MHH
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:58 28.02.2011
Anzeige

VON HEIKO RANDERMANN

Hannover. Zwei Tage haben die Vertreter von Ländern und Gewerkschaften vergangene Woche verhandelt, am Ende gab es nicht einmal ein Angebot der Länderseite. Nun wollen die Gewerkschaften mit ersten Warnstreiks Druck aufbauen.

Am Donnerstag, den 3. März, sollen die Landesbediensteten in Niedersachsen und Bremen den ganzen Tag an einem Warnstreik teilnehmen. Aufgerufen sind neben Mitarbeitern aus Straßen- und Autobahnmeistereien und Landesämtern auch die Bediensteten der Medizinischen Hochschule in Hannover und der Uni-Klinik in Göttingen.

Ein Signal vor allem an die Arbeitgeber in der Landesregierung. Wenn es an diesem Tag nicht schneie und auf den Straßen glatt werde, werde der Streik „für die Bürgerinnen und Bürger keine großen Beeinträchtigungen bedeuten“, sagte die stellvertretende Verdi-Landesvorsitzende Susanne Kremer. „Es geht darum, deutlich zu machen, wie die Stimmung bei den Beschäftigten ist“, ergänzt Verdi-Tarifkoordinator Harald Memenga.

Die Gewerkschaften fordern drei Prozent mehr Lohn, außerdem soll der Sockelbetrag in allen Gehaltsgruppen um 50 Euro angehoben werden. Die Länderseite hatte das bislang als unrealistisch abgelehnt. Karoline Linnert (Grüne), Finanzsenatorin in Bremen und stellvertretende Vorsitzende der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL), hatte vor Beginn der Verhandlungen erklärt, dass Bremen maximal ein Plus von 0,9 Prozent bezahlen könne, ansonsten müsse das Land Personal abbauen oder gar aus der TdL ausscheren. Auch wegen dieser Drohung findet am Donnerstag die Verdi-Hauptkundgebung, zu der die Gewerkschaft tausende Demonstranten erwartet, in Bremen statt.

Aber auch Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring (CDU), der für die Länderseite die Verhandlungen führt, nannte die Gewerkschaftsforderungen bislang überzogen. Seine bisherige Weigerung, über das Angebot der Gewerkschaftsseite zu diskutieren, sah Kremer als „Erpressung“. Sie forderte Möllring auf, bis zur nächsten Verhandlungsrunde am 9. März in Potsdam ein Angebot auf den Tisch zu legen.

Erstmals spielen bei diesen Verhandlungen auch angestellte Lehrer eine Rolle, die deutlich weniger verdienen als ihre verbeamteten Kollegen.