Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen Großeinsatz in Shisha-Bar: Zwei Verletzte nach Rauchgasvergiftung
Nachrichten Niedersachsen Großeinsatz in Shisha-Bar: Zwei Verletzte nach Rauchgasvergiftung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:58 10.02.2019
Peine

Offizielle Erklärung der Polizei: Am Sonntag um 0.09 Uhr kam es im Bereich einer Shisha-Bar an der Woltorfer Straße in Peine zu einem Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei.

Erhöhte Kohlenmonoxid-Werte

In der Shisha-Bar waren erhöhte Kohlenmonoxid-Werte gemessen worden, zwei weibliche Gäste der Bar waren kurzzeitig bewusstlos geworden und wurden mit Rettungswagen ins Klinikum Peine gefahren. Den beiden jungen Frauen im Alter von 25 und 27 Jahre geht es mittlerweile wieder besser.

Bei acht weiteren Gästen wurden stark erhöhte Kohlenmonoxid-Werte festgestellt, diese wurden vor Ort medizinisch versorgt. Insgesamt hielten sich knapp 40 Menschen in dem relativ neu eröffneten Café in Peine auf.

Shisha-Bar geschlossen

Die Einsatzkräfte hatten den Einsatzort großräumig gesperrt. Insgesamt waren 12 Rettungswagen, 2 Notarztwagen und 41 Feuerwehrleute sowie 2 Streifenwagen vor Ort.

Die Shisha-Bar wurde vorläufig geschlossen. Die Betreiber der Bar müssen sich nun einem Ermittlungsverfahren stellen.

Hintergrundinfos: Shisha-Bars

Shisha-Bars, in denen Wasserpfeifen geraucht werden, werden bei jungen Leuten seit einiger Zeit immer beliebter. Doch bei den Kontrollen von Shisha-Bars in Niedersachsen wurden zuletzt immer wieder teils erheblich überhöhte Kohlenmonoxidwerte festgestellt.

Tückisch ist, dass frühe Symptome einer Vergiftung wie Übelkeit, Schwindel und Kopfschmerzen meist auf den Tabak- oder auf Alkoholgenuss zurückgeführt werden. Das geruch- und farblose Gas Kohlenmonoxid wird beim Verbrennen der Kohle auf dem Wasserpfeifenkopf freigesetzt. Auch wer selbst keine Shisha raucht, ist durch das in der Raumluft enthaltene Gas gefährdet. Eine Vergiftung und Bewusstlosigkeit können die Folge sein.

Im Landtag in Hannover wurde im August darüber diskutiert, ob es strengere Auflagen für die Betreiber von solchen Bars geben muss, etwa bessere Belüftungsanlagen oder Kohlenmonoxidmelder. Eine Entscheidung gibt es dazu aber bisher nicht. In vielen Städten in Niedersachsen, unter anderem in Hildesheim, werden Shisha-Bars wegen der sich häufenden Vergiftungsfälle regelmäßig kontrolliert.

Auch in anderen Bundesländern wird über strengere Vorgaben für die Bars debattiert, unter anderem in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen.

Eine Woche nach dem schweren Unfall im Emsland ist am Sonnabendabend in Stadland (Kreis Wesermarsch) erneut ein Auto in eine Menschengruppe gefahren. Ein 47-Jähriger wurde dabei schwer verletzt.

10.02.2019

200 Mutige in Neoprenanzügen sind in Celle in die Aller gestiegen, um rund vier Kilometer mit der Strömung zu schwimmen. Mit dabei: teils auffällige Kopfbedeckungen und selbst gebastelte Wassergefährten.

09.02.2019

In Braunschweig hat es einen weiteren Fall einer anonymen Großspende gegeben: Ein älterer Mann stellte der „Braunschweiger Zeitung“ 50.000 Euro für die Aktion „Das Goldene Herz“ zur Verfügung.

09.02.2019