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Niedersachsen Feuer in Brüterei von Grotelüschens Mann
Nachrichten Niedersachsen Feuer in Brüterei von Grotelüschens Mann
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13:18 22.08.2010
Quelle: ap
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Nach Vorwürfen der Tierquälerei in Putenmast-Betrieben ist in der Brüterei der Familie von Niedersachsens Agrarministerin Astrid Grotelüschen (CDU) in Ahlhorn im Kreis Oldenburg ein Feuer ausgebrochen. Ein privater Wachmann wurde leicht verletzt, als in der Nacht zum Sonnabend eine Papier-Mülltonne nahe eines Stalls brannte. „Im Moment gehen wir davon aus, dass sie in Brand gesetzt wurde“, sagte ein Polizeisprecher.

Zunächst waren die Beamten davon ausgegangen, dass niemand verletzt wurde. Erst am Sonntagmittag erfuhren sie nach eigenen Angaben, dass der Wachmann beim Löschen des Brandes leichte Verletzungen erlitten hatte. Der Mann hatte zunächst Rauch bemerkt, der aus der Tonne kam. Als er diese öffnete, entwickelte sich eine Stichflamme. Er griff zum Feuerlöscher. Dabei geriet nach ersten Ermittlungen Löschpulver in die Atemwege des Wachmanns. Ein Arzt musste ihn später behandeln. Es entstand kein Sachschaden.

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Bislang konnte die Polizei keinen Verdächtigen fassen. „Wir haben noch keine konkreten Täterhinweise“, sagte eine Polizeisprecherin am Sonntag. Derzeit werde geprüft, ob die Tat in einem Zusammenhang zu der heftigen Auseinandersetzung um die Mastputen-Brüterei des Ehemannes der Ministerin stehe. „Die Mülltonne wurde beschlagnahmt.“ Es werde nun ermittelt, wie das Papier genau in Brand geriet.

Tierschützer und die Landtags-Opposition sehen intensive Beziehungen zwischen der Brüterei und zwei Betrieben in Mecklenburg-Vorpommern, in denen nach einem Fernsehbericht Mastputen gequält worden sein sollen. Die Ministerin und auch ihr Mann wiesen jede Verantwortung für mögliche Tierschutz-Verstöße zurück. Gegen die in die Kritik geratene Agrarministerin war bereits eine Morddrohung eingegangen. Nach Angaben der Polizei hat sie ständigen Kontakt zu der Familie Grotelüschen. Bereits bestehende Schutzmaßnahme seien noch einmal verstärkt worden.

Der niedersächsische CDU-Fraktionsvorsitzender Björn Thümler erklärte, er sei erschüttert über diesen „Brandanschlag“. „Gewalt kann und darf nie Mittel der politischen Meinungsäußerung sein und werden“, sagte er.

dpa

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