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Niedersachsen Experte warnt vor Endlagerplänen
Nachrichten Niedersachsen Experte warnt vor Endlagerplänen
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22:59 24.08.2009
Das Gelände des geplanten Endlagers in Gorleben. Quelle: Stefan Rampfel/lni
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Schneider, der den Salzstock von 1979 bis 1981 für die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) untersucht hat, kommt in einer neuen Studie im Auftrag der Linksfraktion zu alarmierenden Ergebnissen. „Es stellt sich die Frage, wann Gorleben absaufen wird“, sagte er am Montag in Hannover.

Wie beim Endlager Asse bei Wolfenbüttel, in das bereits Wasser eindringt (derzeit sind es zwölf Kubikmeter täglich), sei auch in Gorleben das Deckgebirge von Störungen durchzogen. Auf diesem Wege gelange Wasser bis zum Steinsalz. Im Fall der Asse habe die Natur dies in wenigen Jahrzehnten gezeigt. Frühere Untersuchungen der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) kritisierte Schneider als „schlampig“. Es sei darin nicht differenziert dargestellt, auf welchen Wegen Wasser zum Salz vordringen könne. Die vorliegende Standortbestimmung weise Fehler und Widersprüche auf. Möglicherweise seien kritische Fragen auch absichtlich unterdrückt worden.

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Schneider forderte als Konsequenz eine Verlängerung des Gorleben-Moratoriums, das im kommenden Jahr abläuft. Während des zehnjährigen Stillstands der Erkundung hätten Zweifel am Standort Gorleben ausgeräumt werden sollen. „Dies ist nicht zufriedenstellend gelungen.“

von Margit Kautenburger und Michael B. Berger

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Der Kieler Geologe Ulrich Schneider bestreitet die Langzeitsicherheit für das geplante atomare Endlager im Salzstock Gorleben. „Es stellt sich die Frage, wann Gorleben absaufen wird“, sagte Schneider am Montag in Hannover bei der Vorstellung einer Studie im Auftrag der niedersächsischen Linksfraktion.

Die weitere Erkundung des Salzstocks Gorleben für seine Eignung als Atommüllendlager könnte bald vor dem Aus stehen. Befristete Verträge mit den Grundstückseigentümern laufen Ende 2015 aus, wie Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) am Sonnabend bestätigte.

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