Menü
Neue Presse | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Niedersachsen Ehefrau ermordet: Lebenslang für 68-Jährigen
Nachrichten Niedersachsen Ehefrau ermordet: Lebenslang für 68-Jährigen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:09 25.01.2017
Landgericht Lüneburg.
Landgericht Lüneburg. Quelle: Philipp Schulze/Archiv
Anzeige
Lüneburg

Laut Anklage hatte die 63-Jährige ihren Mann einen Monat zuvor nach einer tätlichen Auseinandersetzung verlassen. Unter einem Vorwand soll er sie dann noch einmal in die gemeinsame Wohnung gebeten haben. Als sie nach einem erneuten Streit gehen wollte, soll der 68-Jährige mehrfach zugestochen haben. Der Mann sei Patriarch mit narzisstischer Persönlichkeitsstörung, sagte der Gerichtssprecher.

Statt den Notarzt zu rufen, wusch der Mann nach dem Tod der Frau das Küchenmesser ab, wie er zu Prozessbeginn aussagte. Die Vorwürfe wies er aber zurück. Er habe seine Frau keineswegs "gelockt". Anders als kurz nach seiner Festnahme wollte er auch von einem Streit am Tattag nichts mehr wissen. Plötzlich habe er vielmehr Schreie seiner Frau aus der Küche gehört habe, sie habe das Messer in der Hand gehabt. Sie hätte ihn geschubst, dann sei es zu einer Rangelei gekommen. Plötzlich sei ihm Blut entgegengespritzt. Das Urteil fiel schon am dritten von ursprünglich sieben angesetzten Verhandlungstagen.

dpa