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Niedersachsen Der NP-Kandidaten-Check: Jan-Christoph Oetjen, FDP
Nachrichten Niedersachsen Der NP-Kandidaten-Check: Jan-Christoph Oetjen, FDP
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11:22 24.05.2019
Jan-Christoph Oetjen Quelle: dpa
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Hannover

Warum sollte eine Wählerin, ein Wähler aus Hannover gerade Ihnen die Stimme geben?

Weil Europa besser geht und die Freien Demokraten Reformen für Europa auf den Weg bringen wollen: eine kleinere Kommission, mehr Mehrheitsentscheidungen statt Einstimmigkeitsprinzip, weniger Bürokratie. Dies wollen wir mit unseren europäischen Partnern von Macron bis Rutte nach der Wahl durchsetzen.

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Welchen Vorteil hat Hannover, wenn Sie im Europaparlament sitzen?

Ich kenne Niedersachsen. Ich kenne Hannover. Und ich weiß aus meiner Zeit im Niedersächsischen Landtag, welche Bedürfnisse Hannover und Niedersachsen haben. Für unser Bundesland und für diese Stadt möchte ich die starke Stimme im Europaparlament sein.

Ist Hannover eine europafreundliche Stadt oder könnte man hier noch eine Schippe drauflegen?

Ein klares Ja zu beidem. Hannover ist seit Jahrzehnten durch enge Partnerschaften mit anderen europäischen Städten verbunden. Leipzig, Bristol, Rouen. Hier lebt der europäische Gedanke. Das zeigt auch der Beschluss, dass sich Hannover als Kulturhauptstadt Europas 2025 bewirbt. Hannover ist auf einem guten Weg.

Wie würde Hannover ohne die EU aussehen?

Wesentlich ärmer: Hannover profitiert erheblich von der EU: Als Messestandort, aber auch durch den Flughafen als Verkehrsknotenpunkt. Der internationale Wirtschaftsstandort (VW, Conti, Finanz- und Dienstleistungssektor) profitiert ebenfalls deutlich vom europäischen Binnenmarkt, der Währungs-union und der Arbeitnehmerfreizügigkeit und bildet damit den Kern der hannoverschen Wirtschaft.

Welches Stück Europa in Hannover fällt Ihnen ein?

Da gibt es sogar zwei Orte, die ich ganz persönlich in Hannover mit Europa verbinde. Zum einen die deutsch-französische Kita „Die kleinen Gallier“ und das „Abibac“ an der Käthe-Kollwitz-Schule.

Wo bremst Europa Städte wie Hannover?

Jeder Wirtschaftsstandort wird gebremst, wenn durch Überregulierung gebremst wird. Hier muss die EU stärker auf die Belange der Praxis ausgerichtet werden.

Welches Europa gefällt Ihnen überhaupt nicht?

Ein Europa, das weiter Ehrenrunden um sich selbst dreht und in dem Entscheidungen viel zu lange dauern oder blockiert werden. Deswegen müssen wir Europa wieder handlungsfähiger machen. Das gelingt zum Beispiel, wenn Entscheidungen in Zukunft mehrheitlich und nicht mehr einstimmig gefällt werden müssen.

Von Petra Rückerl