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Nachrichten Niedersachsen Das ist Niedersachsens erste Helikopterpilotin der Polizei
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14:46 14.11.2018
Kirsten Böning, erste Helikopterpilotin der Polizei Niedersachsens. Quelle: dpa
Rastede

In den niedersächsischen Polizeihubschraubern sitzt jetzt erstmals auch eine Frau am Steuer. Kommissarin Kirsten Böning hat gerade ihre Pilotinnen-Ausbildung abgeschlossen und ist seit Anfang November bei der Hubschrauberstaffel in Rastede in der Nähe von Oldenburg im Einsatz. „Ich hoffe, dass ich mit gutem Beispiel vorangehen kann und sich dadurch mehr Frauen als Pilotinnen bewerben“, sagte die 31-Jährige am Mittwoch. Der Beruf gilt immer noch als Männerdomäne: Deutschlandweit fliegen nur etwa 15 Frauen die Polizeihubschrauber.

In den deutschen Polizeihubschraubern sitzen nur ganz wenige Frauen am Steuer. Kirsten Böning ist die erste in Niedersachsen.

„Deswegen bin ich auch besonders stolz, dass nun die erste Kollegin in Niedersachsen ihre Pilotenlizenz erworben hat“, sagte Niedersachsens Polizeipräsidentin Christiana Berg bei der offiziellen Begrüßung von Böning und ihrem Ausbildungskollegen Immo Graß in Rastede. Bei der Polizei arbeiteten zunehmend Frauen in technischen Bereichen, sagte Berg.

Die niedersächsische Hubschrauberstaffel hat neben Rastede auch noch einen Standort auf dem Flughafen Hannover/Langenhagen. Die Polizei nutzt die Helikopter zum Beispiel für die Suche nach Vermissten oder Straftätern, bei Demonstrationen und bei der Überwachung von Gewässern.

Interview mit der Helikopterpilotin

Wieso gibt es so wenige Hubschrauberpilotinnen bei der Polizei?

Antwort: So wirklich erklären kann ich mir das nicht. Es gibt inzwischen ja genug Frauen, die technische Interessen haben. Aber der Piloten-Beruf gilt immer noch als Männerdomäne - was wirklich schade ist. Bundesweit gibt es circa 15 Pilotinnen für Polizeihubschrauber. Die niedersächsische Polizei versucht gerade diese Vorurteile auszuräumen und fördert Frauen in technischen Berufen. Ich hoffe, dass ich mit gutem Beispiel vorangehen kann und sich dadurch mehr Frauen als Pilotinnen bewerben.

Wieso haben Sie sich dafür entschieden?

Antwort: Für mich war die Faszination vom Fliegen schon immer da - vor allem für Hubschrauber, weil die viel wendiger in der Luft sind. Nach einem Schnupperflug mit 21 Jahren stand für mich fest, dass ich Hubschrauberpilotin werden möchte. Mich reizt das Zusammenspiel zwischen Fliegen und technischem Wissen. Die Ausbildung war mir damals aber zu teuer. Deshalb freue ich mich, dass ich jetzt bei der Polizei die Möglichkeit habe, meinen Traum vom Fliegen zu verwirklichen. Dass das geklappt hat, kann ich immer noch nicht ganz glauben.

Wie ist es, als einzige Frau in einem Männer-Team zu arbeiten?

Ich fühle mich bei der Hubschrauberstaffel in Rastede sehr wohl. Für mich macht das keinen Unterschied, ob es mehr Frauen oder mehr Männer sind. Ich bin auch nicht ganz allein unter Männern. Ich habe hier eine Kollegin, die die Wärmebildkamera der Hubschrauber bedient. Das heißt, wir sind zum Teil auch mal an Bord in der Mehrzahl.

Zur Person: Kirsten Böning stammt aus Bremervörde im Kreis Rotenburg. 2011 begann sie die Ausbildung bei der Polizei und arbeite danach zunächst bei der Bereitschaftspolizei. 2015 wechselte sie als Wärmebildoperatorin zur Hubschrauberstaffel. Gerade hat sie die knapp zweijährige Ausbildung an der Luftfahrerschule für den Polizeidienst abgeschlossen.

Von RND/dpa

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