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Niedersachsen „Brunswik Helau“: Tausende Jecken feiern in Braunschweig „Schoduvel“
Nachrichten Niedersachsen „Brunswik Helau“: Tausende Jecken feiern in Braunschweig „Schoduvel“
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14:07 23.02.2020
Zwei Karnevalisten warten im Regen auf den Beginn vom Karnevalsumzug «Schoduvel». Quelle: Moritz Frankenberg/dpa
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Braunschweig

Trotz Regens sind Tausende Jecken am Sonntag mit lauten „Brunswik Helau“-Rufen durch Braunschweig gezogen. Der „Schoduvel“ in der Stadt gilt als der größte Karnevalsumzug Norddeutschlands, weil er in der Regel rund 250.000 Besucher auf die Straßen lockt. In diesem Jahr hatten sich viele Karnevalisten mit Regen-Capes und Schirmen gegen das widrige Wetter gewappnet – dadurch kamen manche Kostüme allerdings nicht vollständig zur Geltung. 

Unter dem Motto „Braunschweig – weltoffen und international – so ist auch unser Karneval“ verbreiteten die Narren Frohsinn, rückten aber auch aktuelle Themen wie Klimawandel, Agrarpaket und Waffenexporte in den Fokus. Zugmarschall Gerhard Baller hatte schon vorher angekündigt: „Auf einem eher drastischen Wagen schauen Politik und Wirtschaft zu, wie Eisbären sterben.“

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Gemeinsam den Teufel wegscheuchen!

Die Wurzeln des Brauches „Schoduvel“, niederdeutsch für „Scheuch den Teufel!“, reichen bis in das Jahr 1293 zurück. Aber erst seit 1979 gibt es jährlich einen Karnevalsumzug in Braunschweig. In diesem Jahr bestand der etwa sechs Kilometer lange Zug aus rund 145 Motivwagen, oft mit aufwendigen Schnitzereien aus Styropor. 25 Musik- und Spielmannszüge animierten zum Tanzen und Schunkeln.

Von RND/dpa