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Niedersachsen Bäcker wollen bessere Hilfen – Versorgung „immer schwieriger“
Nachrichten Niedersachsen Bäcker wollen bessere Hilfen – Versorgung „immer schwieriger“
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16:04 26.03.2020
In Zeiten der Corona-Krise erleben Bäcker in Niedersachsen einen Umsatzrückgang von 20 bis 70 Prozent. (Symbolbild) Quelle: Jens Büttner/dpa
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Hannover

 Die Bäcker in Niedersachsen und Bremen bitten die Politik wegen der schwierigen Geschäftslage in der Corona-Krise um mehr und unkompliziertere Hilfen. Ihr Innungsverband sprach sich für eine größere finanzielle Unterstützung der Betriebe aus: „Stundungen helfen nicht, wenn die Kredite später zurückgezahlt werden müssen.“ Viele Bäckereien könnten zudem „die Kriterien für frisches Geld erst gar nicht erfüllen, da nachgewiesen werden muss, dass ein Geschäftsmodell mit ausreichend Perspektiven vorliegt“. Andere Handwerksbranchen und Unternehmensverbände hatten ebenfalls gemahnt, Hilfsanträge dürften nicht zu komplex und bürokratisch sein.

Umsatzrückgang zwischen 20 und 70 Prozent

„Auch Bundeszuschüsse für Betriebe bis 15 Mitarbeiter helfen im personalintensiven Bäckerhandwerk nur zum geringen Teil“, erklärte Verbandsgeschäftsführer Jan Loleit. „Der durchschnittliche Handwerksbäcker beschäftigt in Deutschland 24 Mitarbeiter.“ Es sei für die Mitgliedsfirmen nun von entscheidender Bedeutung, dass die zugesagte Unterstützung schnell komme: „Der Handwerksbäcker kann sich durch die Regelungs- und Antragsflut nicht durchkämpfen.“

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Nach Angaben der Innung tun sich in der Versorgung in der Fläche bereits große Lücken auf. „Das wird von Tag zu Tag immer schwieriger. Gerade in strukturschwachen Gebieten ist der Bäcker manchmal für nicht so mobile oder ältere Mitbürger extrem wichtig“, sagte der Verdener Bäcker- und Landesinnungsmeister Dietmar Baalk. Betriebe meldeten mittlerweile zwischen 20 und 70 Prozent weniger Umsatz.

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Von RND/lni