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Niedersachsen Atomkraftgegner machen mobil
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Von Klaus von der Brelie
Am Sonnabend soll eine Großdemonstration gegen das gepklante Endlager Gorleben am Brandenburger Tor stattfinden.
Am Sonnabend soll eine Großdemonstration gegen das gepklante Endlager Gorleben am Brandenburger Tor stattfinden. Quelle: ddp (Archiv)
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Fast den ganzen Tag lang feierten die Wendländer ein fröhlich-friedliches Fest und freuten sich, dass der Zuspruch weitaus größer war als anfangs erhofft.

Wie eine Raupe setzte sich der Treck am Sonntag in Bewegung, mehr als 50 Trecker und mehr als 200 Radfahrer begaben sich auf die erst Etappe und erreichten am Abend das im Bau befindliche Endlager Schacht Konrad in Salzgitter. Am kommenden Wochenende wird der Treck in Berlin ankommen. Dort soll am Sonnabend eine Großdemonstration am Brandenburger Tor stattfinden. Dazu haben sich mehrere tausend Atomkraftgegner aus dem gesamten Bundesgebiet angekündigt. Aus dem Wendland fahren zusätzlich ein Autokorso und ein Sonderzug in die Hauptstadt.

Der Treck erinnert an den Massenprotest, der vor 30 Jahren viele Wendländer nach Hannover führte und zur Folge hatte, dass die Landesregierung dem Bau einer Wiederaufarbeitungsanlage in Gorleben einen Riegel vorschob. Heute richtet sich der Protestzug gegen den Weiterbetrieb der deutschen Atomkraftwerke und die Fortsetzung der Endlagererkundung in Gorleben. Wolfgang Ehmke, Sprecher der Bürgerinitiative Umweltschutz berichtete gestern Abend, die Stimmung auf dem Treck sei ausgezeichnet, „obwohl wir langsamer vorankommen als geplant“.

Unterdessen warf Bundeskanzlerin Angela Merkel den Demonstranten vor, einerseits das Fehlen eines geeigneten Atommüllendlagers zu kritisieren, andererseits aber weitere Erkundungen zu verhindern.