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Niedersachsen 17 neue Gesamtschulen eröffnen im Sommer in Niedersachsen
Nachrichten Niedersachsen 17 neue Gesamtschulen eröffnen im Sommer in Niedersachsen
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14:33 10.02.2010
Quelle: dpa (Symbolbild)
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Ab dem Sommer wird es Niedersachsen 17 neue Gesamtschulen geben. Vier andere Städte bemühten sich noch um eine Genehmigung, sagte die Sprecherin der Landesschulbehörde in Lüneburg, Susanne Strätz.

Nach sechs Jahren politisch verordneter Zwangspause waren in Niedersachsen vergangenen Sommer erstmals wieder neue Gesamtschulen genehmigt worden, damals insgesamt 16. Die CDU/FDP-Landesregierung hatte dies bis dahin verboten, weil sie das strenge dreigliedrige Schulsystem mit Gymnasium, Haupt- und Realschule favorisiert. Eltern waren gegen dieses starre Verbot jahrelang Sturm gelaufen, bis die Regierung einlenkte.

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Neue Gesamtschulen gibt es zum August nun in Stade, Sittensen, Emden, Moormerland, Oldenburg, Osnabrück, Wunstorf, Goslar, Wolfenbüttel, Hildesheim, Salzgitter, Buchholz in der Nordheide, Gieboldehausen (Kreis Göttingen), Lengede (Kreis Peine) und Sassenburg (Kreis Gifhorn). In Hannover gehen zwei neue Gesamtschulen an den Start.

Noch nicht genehmigt sind die Standorte Wardenburg (Kreis Oldenburg), Rinteln, Lindhorst (Kreis Schaumburg) und Lilienthal/Worpswede (Kreis Osterholz). Dort wurden die Neugründungen bisher teilweise zunächst von der Landesschulbehörde abgelehnt.

Kritiker bemängeln seit längerem, dass die Landesregierung unter Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) das Gründungsverbot für Gesamtschulen nicht aufgehoben, sondern lediglich gelockert hat. Die Hürden für die Genehmigung neuer Schulen durch das Land sind nach wie vor hoch: So fordert das Kultusministerium mindestens 130 Schüleranmeldungen pro Jahrgang, also fünfzügige Schulen. Ferner verlangt die Regierung, dass durch Neugründungen der Betrieb existierender Haupt- und Realschulen oder Gymnasium nicht gefährdet werden darf.

Mit einem Volksbegehren wird deswegen seit vergangenem Jahr versucht, diese hohen Hörden wieder zu lockern. Für Mitte März erwarten die Initiatoren ein Zwischenergebnis.

lni