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Medien US-Magazin „National Enquirer“ – Trumps Freund und Bezos Feind
Nachrichten Medien US-Magazin „National Enquirer“ – Trumps Freund und Bezos Feind
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15:32 08.02.2019
Jeff Bezos, Gründer von Amazon, wirft dem „National Enquirer“ Erpressung vor. Quelle: AP Photo/Cliff Owen
New York City

Das Boulevardblatt „National Enquirer“ soll laut der Anschuldigung von Jeff Bezos, dem milliardenschweren Amazon-Gründer, hinter einem heftigen Erpressungsversuch stecken. Das Blatt drohe, Nacktfotos und Textnachrichten zu veröffentlichen, wenn der laut „Forbes“ reichste Mann der Welt nicht seine Untersuchungen gegen das Blatt einstelle. Und Bezos glaubt zu wissen, wer dahinter steckt. Der Chef vom Verlag des „National Enquirer“, David Pecker.

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Doch was ist der „National Enquirer“ für ein Blatt? Das wöchentliche Magazin liegt in der Regel in den Supermärkten der USA – die Themen drehen sich normalerweise um das angeblich so verruchte Privatleben von Stars. So spekulieren die Redakteure über das Sexleben der britischen Royals, über Seitensprünge der Countrystars oder die finanziellen Notlagen von Schauspielern. Das Blatt gibt zu, Quellen für gute Informationen auch Geld zu zahlen.

National Enquirer“: Reißerische Schlagzeilen und Lob von Trump

Ursprünglich wurde das Blatt bei der Gründung 1926 „The New York Evening Enquirer“ getauft. In den 1930er-Jahren trat es für eine Isolation der USA ein. In den Sechziger-Jahren machte das Blatt Schlagzeichen wie „Mutter kocht ihr Baby und isst es“. In den Siebziger-Jahren zog der Hauptsitz von New York nach Lantana, Florida. 2010 äußerte sich Donald Trump, damals noch nicht in der Diskussion als möglicher Präsidentschaftskandidat, dass der „Enquirer“ nach einer Geschichte über die Affäre des Politikers John Edwards einen Pulitzer-Preis verdient hätte.

Im vergangenen US-Präsidentschaftswahlkampf hat sich der „National Enquirer“ dann ganz klar auf die Seite von Donald Trump gestellt. So veröffentlichte Skandalblatt unter anderem eine Geschichte mit dem Titel: „Hillary: Noch sechs Monate zu leben.“

National Enquirer“ steht im Zentrum der Schweigegeldaffäre um Trump

Doch nicht nur mit der Unterstützung von veröffentlichten Artikeln soll das Blatt den heutigen US-Präsidenten Trump unterstützt haben: Denn mit dem Zurückhalten von pikanten Informationen stand der „National Enquirer“ im Zentrum der Schweigegeldaffäre um Trump. Der Verlag des Skandalblatts, American Media Inc., zahlte dem ehemaligen Playmate Karen McDougal 150.000 US-Dollar – angeblich für die Rechte an ihrer Geschichte. Doch im Supermarktmagazin ist die nie erschienen.

Laut der Nachrichtenagentur „Associated Press“ soll der „National Enquirer“ bei Geschichten, die Trump unterstützen oder solchen, die Gegenspieler attackieren, Faktenchecks umgehen. Die „Washington Post“ berichtete, dass das Blatt dem US-Präsidenten oder einem Vertrauten Geschichten, die Trump betreffen, vorlegen würde.

Übrigens: Die „Washington Post“ wurde 2013 von Amazon-Gründer Jeff Bezos aufgekauft. Die Zeitung zieht mit ihrer kritischen Berichterstattung über den Präsidenten immer wieder den Unmut Trumps auf sich, der der international geachteten Zeitung beharrlich „Fake News“ vorwirft.

Von RND/goe

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