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Medien & TV Zwölf Gebote für das Internet
Nachrichten Medien & TV Zwölf Gebote für das Internet
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20:20 05.07.2012
Mit Gottvertrauen: Das Bistum Hildesheim hat Benimmregeln für soziale Netzwerke erstellt.
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Hildesheim

Mit modernen Medien ist das so eine Sache. Luthers gedruckte deutsche Bibelübersetzung hat der katholischen Kirche vor 500 Jahren viel Kummer bereitet. Im Internet sind Informationen heute noch schneller zu verbreiten. Damit bei Facebook oder Twitter im Dienst nichts falsch läuft, hat das Bistum Hildesheim „Handlungsempfehlungen für Social Media“ herausgegeben.
„Zwölf Gebote“ nennt das Bistum die Liste, die an rund 400 Priester und die anderen Mitarbeiter verschickt wurde. Die Regeln reichen von „Seien Sie interessant und aktuell“ bis zum Arbeitsrecht: „Sie dürfen keine Behauptungen verbreiten, die das Bistum schädigen oder Vertreter oder Mitarbeiter des Bistums beleidigen.“

Nicht-Katholiken stellt das Bistum ausdrücklich unter Schutz. Im Schreiben an die Mitarbeiter heißt es: „Insbesondere bei dienstlicher Nutzung ist es Ihnen untersagt, andere kirchliche Einrichtungen herabzuwürdigen. Ebenso ist es Ihnen untersagt, andere Religionen oder Anschauungen herabzuwürdigen.“ Auch dieser Satz findet sich noch: „Beleidigungen sind auch im Internet strafbar.“
Sind diese Hinweise für die Kirchenleute nötig? Bistums-Sprecher Michael Lukas betont ausdrücklich, die Mitarbeiter seien bislang im Internet nicht durch einen rüden Umgangston aufgefallen. Es gebe „keinen konkreten Anlass“ für die Handreichung. Lukas: „Da steht lieber ein Satz zu viel als einer zu wenig.“
Stimmt. Und viele der Hinweise gelten sogar über die Kirche und das Internet hinaus. Dieser zum Beispiel: „Seien Sie freundlich.“